Eine neue sechsteilige Podcast-Reihe beschäftigt sich mit Sterben, Bestattung und der Frage, ob künstliche Intelligenz sogar Teile eines Menschen bewahren könnte.
Der Nachrichtensender WELT erweitert sein Podcast-Angebot um ein Thema, das im Alltag häufig verdrängt wird. Seit Freitag, 18. September 2026, erscheint die sechsteilige Doku-Reihe
«Warum hast du keine Angst vor dem Tod?». Die Journalisten Sophia Häglsperger und Klemens Handke wollen darin Berührungsängste abbauen und unterschiedliche Perspektiven auf Sterben, Tod und die eigene Endlichkeit vorstellen. Neue Episoden erscheinen jeweils freitags.
Für ihre Recherche besuchen die beiden unter anderem Hospize und die Präpariersäle der Berliner Charité. Sie begleiten Palliativmediziner, Bestatter und Menschen, die ihren Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Dabei geht es auch um medizinische Fragen: Was geschieht beim Sterben im Gehirn und wie erleben Menschen ihre letzten Lebensphasen?
Der Podcast blickt allerdings nicht nur auf Medizin und Bestattung. Häglsperger und Handke beschäftigen sich ebenfalls mit Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod und besuchen Entwickler, die mithilfe künstlicher Intelligenz menschliches Bewusstsein beziehungsweise Aspekte einer Persönlichkeit konservieren wollen. Damit reicht das Themenspektrum von sehr konkreten Erfahrungen mit dem Sterben bis zu der technologischen Frage, welche Spuren eines Menschen nach seinem Tod erhalten bleiben könnten. Besonders unmittelbar fällt bereits die erste Folge aus. Das Team begleitet den Palliativmediziner Matthias Thöns und die unheilbar erkrankte Maria. Sie hat sich für einen assistierten Suizid entschieden.
Klemens Handke: "Die Zuhörer erleben Gespräche mit Menschen, die einen anderen Umgang mit dem Thema gefunden haben. Und lernen dabei, wie sich der Blick auf den Tod und auch das Leben verändert. Wir hoffen, dass die Geschichten den Hörern ein Stück weit Hoffnung oder Trost geben."
Sophia Häglsperger: "Wir liefern Antworten auf Fragen, die oft aus Angst unausgesprochen bleiben. Unsere Protagonisten zeigen im Angesicht der Endlichkeit erstaunlich viel Gelassenheit, Vertrauen und Mut. Der Podcast soll helfen, dass unsere Hörer ihren eigenen Umgang mit dem Tod hinterfragen."
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