MFE steigert bereinigten Gewinn trotz Umsatzrückgang

Der Werbeumsatz sank besonders im deutschsprachigen Raum. Zugleich verbesserte der Konzern sein bereinigtes operatives Ergebnis deutlich.

Die ProSiebenSat.1-Muttergesellschaft MediaForEurope (MFE) hat im ersten Halbjahr 2026 weniger umgesetzt, ihr bereinigtes Ergebnis jedoch deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz sank um 6,1 Prozent von 3,142 auf 2,951 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) verbesserte sich von −7,3 auf 145,7 Millionen Euro. Das Finanzergebnis blieb mit −51,8 Millionen Euro negativ, nach −52,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn stieg von 6,9 auf 50,5 Millionen Euro. Die Vorjahresvergleiche beruhen auf ungeprüften Pro-forma-Zahlen, die eine vollständige Einbeziehung von ProSiebenSat.1 bereits ab Anfang 2025 unterstellen.

Außerhalb des Werbegeschäfts verbuchte MFE konzernweit Erlöse von 875,3 Millionen Euro, ein Rückgang um 2,4 Prozent gegenüber 897,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im Entertainment-Geschäft sanken die Nettowerbeerlöse im deutschsprachigen Raum um 8,9 Prozent von 783,4 auf 714,0 Millionen Euro. In Italien gingen sie um 3,4 Prozent von 970,8 auf 937,4 Millionen Euro zurück. Spanien verzeichnete einen Rückgang um 1,6 Prozent von 345,1 auf 339,5 Millionen Euro.

MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi sagte: „In einem Markt, der sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 als äußerst komplex erwies – auch aufgrund großer Sportveranstaltungen bei konkurrierenden Sendern –, schloss MFE das Halbjahr mit einem bereinigten Betriebsergebnis (bereinigtes EBIT) von 146 Millionen Euro ab, das deutlich über den Erwartungen lag. Dies ist auf eine konsequente und intensive Förderung von Rundfunk- und digitalen Inhalten sowie auf die rechtzeitige Erschließung neuer Effizienzsteigerungen und Synergien zurückzuführen. Das werbewirtschaftliche Umfeld wird zunehmend schwieriger: Traditionelle Medien und das Fernsehen befinden sich in der Defensive, während das digitale Segment, das von den großen multinationalen Internetkonzernen dominiert wird, weiter wächst. In diesem Szenario, in dem Größe eine entscheidende Rolle spielt, ist die hervorragende Widerstandsfähigkeit der Umsätze in Italien hervorzuheben, die auf ein besonders reichhaltiges Angebot und eine außergewöhnliche Leistung unseres Fernsehgeschäfts zurückzuführen ist.“

17.09.2026 12:19 Uhr Kurz-URL: qmde.de/175624
Fabian Riedner

super
schade


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