Mario Thunert und Fabian Riedner haben sich die mit künstlicher Intelligenz hergestellten Folgen angesehen.
Constantin Entertainment und RTL versuchen mit künstlicher Intelligenz noch einmal, die Kosten des Nachmittagsprogramms zu senken. In der Woche vom 7. bis 11. September 2026 laufen fünf Ausgaben von «Ulrich Wetzel - Das Strafgericht», die aus alten Geschichten bestehen. Inga Leschek, Chief Content Officer, und Otto Steiner, Geschäftsführer von Constantin Entertainment, machten sich in einer eigens veröffentlichten Pressemitteilung für dieses Unterfangen stark.
Das Ergebnis ist schlechtes Fernsehen, wie Mario Thunert und Fabian Riedner finden. Die Veränderungen an den Episoden sind zum Teil kaum erkennbar, wenn man wie Thunert und Riedner nur Gelegenheitszuschauer ist. Dennoch kann diese Praxis dazu führen, dass der Ausverkauf des Fernsehens weitergeht. Damit wollen die Verantwortlichen langfristig die Produktionskosten weiter senken. Für die Stammzuschauer des RTL-Nachmittags ist dies zudem ein Schlag ins Gesicht, wenn Episoden wild umhergeschnitten werden.
Ein weiteres Thema ist die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises, weil nicht etwa Markus Lanz als bester Moderator einen Preis gewann. Vielmehr wurde seine Talkshow «Markus Lanz» als beste Informationssendung des Jahres ausgezeichnet. Das ist durchaus eine Überraschung, schließlich produzieren Das Erste und das ZDF zusammen insgesamt sieben Politikmagazine.
KORREKTUR: Beim beschriebenen Arzt (Dr. Hornig) mit scheinbar 'weicheren' Gesichtszügen, 'höheren' Haaren und lila Hemd handelt es sich nicht (wie zunächst vermutet) um ein generatives KI-Abbild des Schauspielers, angelehnt an die Folge "Zahnarzt wird Edel-Dating-App zum Verhängnis" vom 10.10.2022, sondern um den wirklichen Schauspieler, der in Folge 80 "Du hast meine Frau geschwängert" (10.03.2023) erneut mitspielte - diese Folge bildete die Grundlage der neu geschnittenen KI-Folge. Zwar wurde sein körperliches Erscheinungsbild entgegen der fälschlichen Interpretation im Podcast also nicht bearbeitet, aber es wurden ihm einige Satzfragmente per KI-Verfahren in den Mund gelegt, die er in der ursprünglichen Version nicht gesagt hatte. In der skizzierten KI-Folge bestand die größte Veränderung vor allem aus dem Einfügen eines neuen Angeklagten (Ben Mirwald, grauer Zopf), dessen Darsteller ursprünglich in einer anderen Folge auftrat. In der KI-Folge löste jenes Replacement eine jüngere Figur ab, die im damaligen Original ein oranges Oberteil trug.
Inwieweit andere Figuren wie Mirwald, oder Darstellerinnen und Darsteller der übrigen KI-Folgen stärker generativ optisch verändert wurden (oder eben auch nicht) ist Gegenstand andauernder Recherchen.
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