Anfangs war man teils noch etwas gemächlich unterwegs – in der entscheidenden Phase zogen die Reichweiten dann merklich an, insbesondere auch bei den späten Bergetappen.
Auch 2026 gehörte die
«Tour de France» der Männer wieder zum festen Sommerprogramm des Ersten. Vom Auftakt-Zeitfahren in Barcelona bis zum traditionellen Finale auf den Champs-Élysées übertrug der Sender die 21 Etappen am Nachmittag beziehungsweise frühen Abend live. Quotentechnisch entwickelte sich die Frankreich-Rundfahrt dabei insgesamt erfreulich, wobei sich insbesondere die späteren Bergetappen als Anziehungspunkt erwiesen.
Der Auftakt am Samstag, den 4. Juli, fiel zunächst noch vergleichsweise mau aus. Das Zeitfahren von Barcelona lockte 0,96 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an und kam damit auf graue 8,9 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 11,8 Prozent und 0,17 Millionen bereits zweistellige Werte erreicht. Am folgenden Sonntag ging es für die hügelige zweite Etappe von Tarragona nach Barcelona deutlich aufwärts: 1,26 Millionen Menschen bescherten der Tour immerhin mäßig zweistellige 11,7 Prozent, während sich die jüngere Altersklasse mit 12,6 Prozent (0,25 Millionen) gut präsentierte.

Mit der ersten Bergankunft am Montag zeigte sich allerdings, dass das Interesse am Geschehen in den Bergen nicht automatisch für einen Quotensprung sorgte. Die dritte Etappe nach Les Angles erreichte lediglich 0,82 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie durchwachsene 9,7 Prozent. Auch die 11,9 Prozent (0,13 Millionen) bei den 14- bis 49-Jährigen lagen unter Vortagesniveau. Der darauffolgende hügelige Abschnitt nach Foix blieb mit 9,6 Prozent beim Gesamtpublikum ebenfalls eher blass. Erst die Flachetappe nach Pau durchbrach am 8. Juli die Zehn-Prozent-Marke und kam mit 0,79 Millionen Zuschauenden auf durchwachsene 10,0 Prozent. Bei den Jüngeren wurden klar gute 13,3 Prozent erzielt, wofür bereits 0,13 Millionen an diesem Tag langten.
Dann nahm die Tour spürbar Fahrt auf. Die sechste Etappe von Pau nach Gavarnie-Gèdre brachte als zweite Bergprüfung 0,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme und damit zumindest recht passable 12,2 Prozent. Noch stärker war die jüngere Altersklasse unterwegs: 17,3 Prozent durch 0,15 Millionen bedeuteten einen sehr schönen Prozentwert. Nach einem erneuten Rückgang auf durchwachsene 9,7 Prozent bei der flachen siebten Etappe folgte am Samstag (11. Juli) ein erster großer Quotensprung. Die achte Etappe von Périgueux nach Bergerac erreichte richtig gute 15,1 Prozent durch 1,15 Millionen beim Gesamtpublikum und hervorragende 20,1 Prozent anhand 0,23 Millionen bei den 14- bis 49-Jährigen.

Der Sonntag konnte dieses hohe Niveau noch steigern. Für die hügelige neunte Etappe nach Ussel wurden 1,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie gute 13,5 Prozent gemessen. Bei den Jüngeren kamen sogar starke 19,0 Prozent (0,25 Millionen) zusammen. Damit hatte sich die Tour endgültig in eine deutlich attraktivere Quotenzone vorgearbeitet. Die Bergankunft der zehnten Etappe am 14. Juli fiel mit 11,1 Prozent (0,89 Millionen) beim Gesamtpublikum zwar etwas zurück, blieb mit 11,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen aber gut. Anschließend pendelte sich das Rennen zunächst wieder im mäßigen Bereich ein: Die elfte und zwölfte Etappe kamen auf 9,7 beziehungsweise 11,2 Prozent.
Mit der hügeligen 13. Etappe nach Belfort setzte dann erneut ein deutlicher Aufwärtstrend ein. 1,13 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für gute 13,4 Prozent beim Gesamtpublikum, bei den Jüngeren wurden sogar starke 16,5 Prozent dank 0,19 Millionen erzielt. Noch deutlicher wurde der Effekt der Berge am folgenden Wochenende. Die 14. Etappe nach Le Markstein erreichte 1,37 Millionen Menschen und hervorragende 16,5 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen waren mit 15,3 Prozent bzw. 0,20 Millionen sehr gute Werte drin. Die 15. Etappe zum Plateau de Solaison setzte schließlich noch einen drauf: 1,72 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bedeuteten überdurchschnittliche 15,5 Prozent beim Gesamtpublikum, während die jüngere Altersklasse auf herausragende 18,5 Prozent kam – mit 0,35 Millionen markierte man auch reichweitenmäßig einen Höhepunkt.
Nach diesem ersten großen Tour-Höhepunkt fiel die Resonanz beim Zeitfahren der 16. Etappe wieder spürbar ab. 0,80 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer brachten 10,5 Prozent. Auch die flache 17. Etappe blieb mit 10,5 Prozent auf diesem Niveau. Mit der Rückkehr in die Berge zog allerdings auch das Publikum nach und nach wieder an. Die 18. Etappe nach Orcières Merlette erreichte 0,98 Millionen und passable 12,9 Prozent, bei den Jüngeren waren 14,5 Prozent drin.
Was anschließend folgte, war der quotentechnische Höhepunkt der gesamten Rundfahrt. Die 19. (Berg-)Etappe nach L'Alpe d'Huez bescherte dem Ersten 1,46 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und erfreuliche 16,8 Prozent. Auch die 14- bis 49-Jährigen ließen sich das Spektakel nicht entgehen: 19,2 Prozent (0,25 Millionen) waren ein herausragender Anteil.
Zum Abschluss ging es dann noch einmal deutlich nach oben – zumindest bei der Reichweite. Das traditionelle Finale nach Paris lockte satte 2,51 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an. Wegen der späteren Sendezeit ab 17.45 Uhr fiel der Anteil mit 14,6 Prozent aber nicht ganz so hoch aus. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen massive 19,8 Prozent durch 0,53 Millionen auf dem Papier. Damit setzte die Tour in dieser Kategorie zum Abschluss tatsächlich nochmal einen Bestwert in Puncto Reichweite.

In der Endabrechnung kommen die 21 Etappen auf durchschnittlich 1,06 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie passable 12,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Schnitt 0,18 Millionen und sehr gute 14,6 Prozent erreicht. Besonders bemerkenswert fällt der Vergleich mit den Bergetappen aus: Diese kamen im Schnitt auf 1,17 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie gute 13,6 Prozent, bei den Jüngeren sogar auf 15,7 Prozent.
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