Unterm Strich lag die ursprüngliche Nachmittags-Dokusoap als Nachtwiederholung nicht berauschend da – doch es gab auch überraschende sporadische Ausreißer nach oben im Prozent-Anteil.
Die ursprüngliche Nachmittags-Dokusoap
«Die Urlaubs-Docs» kehrte im Sommer 2026 noch einmal auf den Bildschirm zurück – allerdings zu einer denkbar anderen Sendezeit. Nachdem das Format ab November 2023 als Teil des Sat.1-Nachmittag an den Start gegangen war, wurden die Folgen nun im tiefen Nachtprogramm wiederholt. Zunächst setzte der Sender auf jeweils zwei Episoden am Stück, später wurde die Dosis sogar auf vier Ausgaben in einer Nacht erhöht. Quotentechnisch erwies sich die Wiederholungsschleife dabei als durchaus ambivalent: Während das Gesamtpublikum meist nur mäßig bis durchwachsen vertreten war, konnten die 14- bis 49-Jährigen gerade in den ersten Wochen teilweise solide Marktanteile vorweisen.

Zum Auftakt in der Nacht zum Montag, den 13. Juli, ging es um 1.30 Uhr mit 0,16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern zunächst sogar recht passabel los. 5,0 Prozent beim Gesamtpublikum waren für diese späte Uhrzeit ein durchaus ordentlicher Anteil gemessen am sonstigen Senderschnitt. Noch erfreulicher präsentierte sich die jüngere Altersklasse, in der 0,04 Millionen Menschen für passable 7,1 Prozent sorgten. Die zweite Folge konnte dieses Niveau allerdings nicht halten. Die Reichweite halbierte sich nahezu auf 0,09 Millionen, der Gesamtmarktanteil sank auf durchwachsene 3,0 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen immerhin noch 6,5 Prozent zu Buche.
Eine Woche später fiel die Reihe dann deutlich zurück. Die erste Ausgabe am 20. Juli erreichte noch 0,11 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und durchwachsene 3,3 Prozent, ehe die zweite Folge mit 2,8 Prozent sogar unter die Drei-Prozent-Marke rutschte. Auch bei den Jüngeren zeigte sich ein deutlicher Abwärtstrend: Nach 3,3 Prozent zum Auftakt wurden anschließend nur noch 2,3 Prozent gemessen (0,02/0,01 Millionen). Der anfängliche 'Höhenflug' bei den 14- bis 49-Jährigen war damit zunächst vorbei.

Am 27. Juli wurde schließlich erstmals auf vier Folgen am Stück aufgestockt – und ausgerechnet diese längere Nachtstrecke sorgte bei den Jüngeren für einige Ausschläge. Die erste Ausgabe blieb beim Gesamtpublikum mit 2,5 Prozent trist, konnte bei den 14- bis 49-Jährigen aber immerhin mittelmäßige 5,6 Prozent erzielen. Noch besser lief es bei den beiden darauffolgenden Episoden: Zwar verharrte das Gesamtpublikum mit jeweils 3,1 und 2,7 Prozent im verhaltenen bis durchwachsenen Bereich, doch bei den Jüngeren wurden jeweils prozentual gute 8,5 Prozent erreicht. Aufgekommen sind diese Relationen, weil konstant 0,04 Millionen Jüngere gehalten wurden. Die vierte Folge jener Nacht konnte dieses Niveau nicht mehr halten und fiel auf 1,6 Prozent insgesamt sowie 4,9 Prozent (0,02 Millionen) bei den Jüngeren zurück.
Zum Abschluss der ausgewerteten Strecke wurde am 3. August erneut eine Vierfach-Dosis serviert, diesmal bereits kurz vor Mitternacht beginnend. Der deutlich frühere Einstieg sorgte beim Gesamtpublikum zunächst für 0,16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, der Marktanteil blieb mit 2,4 Prozent allerdings blass. Bei den Jüngeren wurden lediglich schlechte 2,8 Prozent erreicht. Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Gesamt-Reichweite gegenläufig zum Prozentwert: Während die Reichweite kontinuierlich von 0,14 auf 0,11 Millionen zurückging, stieg der Gesamtmarktanteil auf 3,0, 3,3 und schließlich 3,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen setzte dagegen eine kontinuierliche Erosion ein. Nach 2,8 Prozent zum Auftakt folgten 2,3 und 2,1 Prozent, ehe die vierte Ausgabe mit nur 1,1 Prozent den Tiefpunkt der gesamten Auswertung markierte – schlussendlich hielt man sich ob 0,01 Millionen von ihnen gerade noch so im Messbaren.

In der Endabrechnung stehen für die ausgewerteten Wiederholungen durchschnittlich 0,10 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie durchwachsene 3,0 Prozent beim Gesamtpublikum zu Buche. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Mittel 0,03 Millionen und 4,6 Prozent erreicht. Das liegt verhältnismäßig unter Senderschnitt. Partiell gab es aber durchaus mal Lichtblicke: Vor allem die beiden 8,5-Prozent-Ergebnisse am 27. Juli erscheinen respektabel für eine ursprünglich am Nachmittag eingesetzte Dokusoap im Nachtprogramm.
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