Das Lieblingsgericht der Deutschen: Karlsruhe prägt seit 75 Jahren die Republik

Eine neue ARD-Dokumentation zeigt, wie das Bundesverfassungsgericht mit seinen Urteilen Politik und Gesellschaft verändert hat – von der Gleichberechtigung bis zu den Corona-Maßnahmen.

Zum 75-jährigen Bestehen des Bundesverfassungsgerichts widmet Das Erste dem höchsten deutschen Gericht am Montag, 14. September, um 21.00 Uhr die Dokumentation «Schicksalsmomente der Republik – Wie ein Gericht das Land verändert hat». Der Film von Tim Evers und Kolja Schwartz zeichnet nach, wie die Richterinnen und Richter in Karlsruhe seit Jahrzehnten zentrale Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens entscheiden und damit die Entwicklung der Bundesrepublik maßgeblich beeinflussen.

Im Mittelpunkt stehen wegweisende Urteile zu Themen wie Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Abtreibung, Kopftuchverbot oder den Corona-Maßnahmen. Die Dokumentation reist dafür quer durch Deutschland und geht der Frage nach, wie die Entscheidungen des Gerichts den Alltag der Menschen bis heute prägen. Karlsruhe wird dabei als Hüter des Grundgesetzes porträtiert, der immer wieder neu auslotet, wie Freiheit, Rechte und staatliches Handeln miteinander in Einklang gebracht werden können.

Zu Wort kommen unter anderem die ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts Susanne Baer, Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die Bürgerrechtlerin Marianne Birthler, ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam sowie der Journalist Deniz Yücel. Die Dokumentation steht nach der Fernsehausstrahlung bis zum 14. September 2028 in der ARD Mediathek zur Verfügung.
08.08.2026 09:04 Uhr Kurz-URL: qmde.de/174349
Fabian Riedner

super
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