Rund eine Million neue Verträge sollen im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft abgeschlossen worden sein. Viele Kunden dürften allerdings nur das Sportereignis gebucht haben.
Am Donnerstag legte die Deutsche Telekom ihre Quartalszahlen vor. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 29,933 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 28,671 Milliarden Euro. Der Deutschland-Umsatz stieg von 6,286 auf 6,507 Milliarden Euro. Im übrigen Europa erhöhte sich der Umsatz von 3,116 auf 3,164 Milliarden Euro, in den Vereinigten Staaten von 18,597 auf 19,562 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von 12,406 auf 12,818 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss sank hingegen von 2,615 auf 2,450 Milliarden Euro. Der Schuldenstand wuchs innerhalb eines Jahres von 126,5 auf 138,4 Milliarden Euro.
Die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland und Europa stieg von 122,0 auf 123,7 Millionen. Die Zahl der Festnetzanschlüsse sank leicht von 25,8 auf 25,7 Millionen, während die Zahl der Breitbandkunden mit 22,8 Millionen stabil blieb. In den Vereinigten Staaten zählt die Telekom inzwischen 34,7 Millionen Kunden, ein Plus von 0,3 Millionen. Insgesamt betreut die Deutsche Telekom in Deutschland 76,733 Millionen Kundenbeziehungen, davon entfallen 28,148 Millionen auf Vertragskunden. Binnen eines Jahres gewann das Unternehmen 1,413 Millionen Kundenbeziehungen hinzu, bei den Vertragskunden lag das Plus bei 240.000.
Konkrete Abonnentenzahlen für MagentaTV nannte die Deutsche Telekom erneut nicht. Ende 2025 veröffentlichte das Unternehmen letztmals einen Stand von 4,747 Millionen Kunden. Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland gewann MagentaTV damals 311.000 Abonnenten hinzu. In einer Pressemitteilung teilte die Telekom nun mit, dass rund eine Million Menschen den Dienst neu gebucht hätten. Der überwiegende Teil habe sich allerdings lediglich für ein Monatsabo entschieden. Damit dürfte die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vor allem einen kurzfristigen Sondereffekt ausgelöst haben. Ob MagentaTV seine Kundenbasis nachhaltig ausbauen konnte, lässt sich aufgrund der fehlenden Abonnentenzahlen derzeit nicht beurteilen.
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