Maria Furtwängler ermittelt in einem Demenzdorf, wo ein ehemaliger Kommissar einen Bewohner für einen siebenfachen Serienmörder hält.
Nach der Sommerpause eröffnet Das Erste die neue
«Tatort»-Saison am Sonntag, 13. September, um 20.15 Uhr mit dem NDR-Krimi „König in Gelb“. Maria Furtwängler kehrt darin als Hauptkommissarin Charlotte Lindholm zurück und übernimmt einen Fall, der sich grundlegend von klassischen Mordermittlungen unterscheidet. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Suche nach einem Täter, sondern die Frage, wie verlässlich Erinnerungen überhaupt sein können.
Lindholm wird zunächst in das niedersächsische Kleinhude gerufen, wo sich in einem sogenannten Demenzdorf eine Bewohnerin tödlich verletzt hat. Die Einrichtung ermöglicht Menschen mit Demenz ein möglichst selbstbestimmtes Alltagsleben, weshalb der Vorfall zunächst als tragischer Unfall eingestuft wird. Für Charlotte scheint der Einsatz bereits beendet, doch dann sucht sie der ehemalige Hauptkommissar Matthias Vogel auf.
Vogel, gespielt von Andreas Lust, behauptet, einer der Bewohner der Einrichtung sei ein Serienmörder. Gustav König (Thomas Thieme), einst ein angesehener Musikpädagoge, soll nach seiner Überzeugung über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren sieben Menschen ermordet haben. Die Opfer hätten jeweils etwas Gelbes getragen, außerdem passe Königs Lebenslauf auffällig zu den damaligen Tatorten. Weil Vogel jedoch selbst an einer fortschreitenden Demenz leidet und deshalb vom Dienst beurlaubt wurde, nimmt niemand seine Hinweise ernst.
Neben Maria Furtwängler, Andreas Lust und Thomas Thieme gehören Matthias Bundschuh, Constantin von Jascheroff, Marina Galic, Cornelius Schwalm, Gerd Anthoff und Kathrin Ackermann zur Besetzung. Buch und Regie stammen von Alexander Adolph, der den 88-minütigen Krimi komplett selbst verantwortet. Gedreht wurde zwischen Ende Februar und Ende März 2026 in Seevetal und Hamburg. Produziert wurde der Film von triple pictures im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks für die ARD.
Maria FÜhrtwängler sagt: „Charlotte ist mit der privaten Tragödie eines Kommissars konfrontiert, den sein Gedächtnis im Stich lässt. Ich finde es schön, dass die Geschichte den Blick schärft, worauf es bei einer Ermittlung wirklich ankommt: Sie hängt davon ab, dass ich bei klarem Verstand bin und eins und eins zusammenzählen kann. Es reicht nicht aus, einem Täter schnell genug hinterher zu rennen oder besser zu schießen als ein Angreifer. Die wichtigste Waffe eines Ermittlers ist der Intellekt, seine Genialität, schlauer und schneller die richtigen Schlüsse zu ziehen. Genau das wird in der Figur des Kollegen gespiegelt: Was passiert eigentlich, wenn der Verstand brüchig wird? Gleichzeitig wird Charlotte auf sich selbst zurückgeworfen: Was ist die Wahrheit? Legt er mir Fakten auf den Tisch oder sind es nur Schimären?“
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