Die letzte Primetime im Juli brachte neuen Krimi-Stoff im ZDF mit sich, private Spielfilme, Comedians und, wieso auch immer, weiterhin «First Dates Hotel».
Im Ersten gab es zunächst zur Primetime eine Sondersendung. Der
«Brennpunkt: Ansturm auf Ceuta» wollte 3,61 Millionen Zuschauer informieren die Quote lag bei 21,1 Prozent. Außerdem waren 0,29 Millionen Umworbene dabei, das brachte 13,8 Prozent Marktanteil. Ab 22:25 Uhr gab es im Ersten
«Servus Eddie - Spätes Glück» zu sehen. Das Format holte 2,93 Millionen Zuschauer ab, der Marktanteil von 16,8 Prozent war weiterhin gut. Mehr jedoch auch nicht, da es deutlich bessere Konkurrenz gab. Das ZDF war am letzten Freitag im Juli deutlich besser unterwegs, es gab
«Die Chefin» und
«SOKO Leipzig». Das Krimi-Duo überzeugte mit 3,90 Millionen Zuschauern und 3,42 Millionen, ersterer Wert markiert die beste Reichweite des gesamten Sendetages. Die Marktanteile konnten mit 22,6 und 19,6 Prozent glänzen, bei den 14- bis 49-Jährigen waren durchaus erwähnenswerte 8,0 und 9,4 Prozent drin. Hierzu benötigte es 0,17 und 0,22 Millionen Fernsehende im entsprechenden Alter.
Die private Krone der Gesamtreichweite gehörte RTL - mit
«Absolut Musik - Die besten Sängerinnen aller Zeiten» holte sich der Köln-Sender vergleichweise starke 0,97 Millionen Zuschauer ins Haus. Das war neben der besten privaten Primetime-Reichweite auch ein Quoten-Erfolg mit 6,6 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe konnten die Musik-Show mit 0,18 Millionen Umworbenen den vermeintlichen Primetime-Sieg abräumen. Die genannte Reichweite brauchte 8,4 Prozent am Zielgruppen-Markt mit sich. In Sachen Gesamtreichweite war ärgster Köln-Verfolger Sat.1. Mit dem Format
«Die beste Comedians Deutschlands» sicherte sich Unterföhring 0,65 Millionen Zuschauer und daher 3,9 Prozent des Marktes. In der Zielgruppe reichte es jedoch lediglich für Platz drei - 0,15 Millionen Werberelevanten sorgten für 6,4 Prozent.
Silber gehört hier den Kollegen von ProSieben mit
«Kingsman: The Golden Circle». Der Spielfilm konnte mit 0,16 Millionen Umworbenen recht schöne 7,1 Prozent am Markt einholen. Die lediglich 0,53 Millionen Zuschauer im Gesamten schädigen das Bild nur bedingt, hier waren für die rote Sieben ordentliche 3,3 Prozent drin. Platz vier in Sachen 14- bis 49-Jährige ging an VOX - die rote Kugel sicherte sich mit
«First Date Hotel» auf den ersten Blick ordentliche 0,14 Millionen Umworben, das reichte für 6,2 Prozent. Insgesamt kam die Trettl-Show auf jedoch schlimme 0,40 Millionen Zuschauer und daher vernichtende 2,3 Prozent am TV-Markt.
Im Anschluss zeigte sich bei RTLZWEI mit
«Gods of Egypt» ein Spielfilm. Das brachte leicht bessere 0,44 Millionen Zuschauer insgesamt mit sich, die Quote lag bei 2,6 Prozent. In der Zielgruppe flachte Grünwald mit 0,11 Millionen Werberelevanten ab, wenn auch 4,8 Prozent über Senderschnitt lagen. Sichtlich schwer, jedoch auch schwer zu vergleichen, tat sich Kabel Eins. Der Classics-Sender versucht sich kürzlich an Freitagen mit
«Navy CIS: Origins» - was gestern mit 0,28 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 1,6 Prozent schwach ankam. Die Zielgruppe beschönigte das Gesamtbild mit 0,03 Millionen Umworbenen und einem Marktanteil von 1,4 Prozent nicht.
Kurioser Zusatz:
Der gestrige private Primetime-Sieg ging gar nicht an einen der genannten Hauptsender! Bei RTL Super lief zur besten Sendezeit der Spielfilm
«Police Academy 2 - Jetzt geht's erst richtig los» und mit 0,20 Millionen Umworbenen holte sich der Sparten-Sender kurzum das gesamt beste Ergebnis bei den 14- bis 49-Jährigen. Die Quote gefiel mit 9,3 Prozent!
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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