Pixelpunkt: «Assassin's Creed Black Flag Resynced»

Das Remake eines der beliebtesten «Assassin's Creed»-Spiele verbindet moderne Technik mit einem Abenteuer, das bis heute als Höhepunkt der Reihe gilt.

Kaum ein Teil der mittlerweile fast zwanzig Jahre alten «Assassin's Creed»-Reihe genießt einen ähnlich guten Ruf wie «Assassin's Creed IV: Black Flag». Als Ubisoft das Spiel 2013 veröffentlichte, überraschte es Fans und Kritiker gleichermaßen. Statt sich ausschließlich auf Assassinen und Templer zu konzentrieren, rückte plötzlich das goldene Zeitalter der Piraterie in den Mittelpunkt. Mit Edward Kenway steuerte man einen Freibeuter, der eher aus Eigennutz als aus Überzeugung in den uralten Konflikt zwischen den beiden Geheimbünden geriet. Gerade diese Mischung aus klassischem Action-Adventure und nahezu eigenständiger Piratensimulation machte «Black Flag» zu einem der beliebtesten Serienteile überhaupt. Mit «Assassin's Creed Black Flag Resynced» erhält dieses Abenteuer nun ein umfassendes Remake.

Die Handlung bleibt dabei weitgehend unverändert. Edward Kenway zieht durch die Karibik, kapert Handelsschiffe, sucht nach legendären Schätzen und begegnet historischen Persönlichkeiten wie Blackbeard oder Charles Vane. Gleichzeitig wird er immer tiefer in den Konflikt zwischen Assassinen und Templern hineingezogen. Auch Jahre nach der Erstveröffentlichung funktioniert diese Geschichte erstaunlich gut, weil Edward zu den glaubwürdigsten und vielschichtigsten Hauptfiguren der gesamten Reihe zählt. Sein Wandel vom egoistischen Piraten zum Mann mit Verantwortung verleiht der Handlung deutlich mehr Tiefe, als man zunächst vermuten würde.

Das Herzstück des Spiels bleibt jedoch die offene Karibik. Schon das Original setzte Maßstäbe, weil Spieler jederzeit mit ihrem Schiff Jackdaw in See stechen konnten. Inseln, Häfen und versteckte Buchten gingen nahtlos ineinander über, während Seeschlachten zu den spektakulärsten Momenten des Spiels gehörten. Das Remake nutzt moderne Technik, um diese Welt deutlich detaillierter darzustellen. Dichte Dschungel, türkisfarbenes Wasser und historische Hafenstädte profitieren von einer komplett überarbeiteten Grafik, ohne dabei den Charme des Originals zu verlieren.

Auch spielerisch wurde an zahlreichen Stellen nachgebessert. Die Kämpfe wirken flüssiger, die Steuerung reagiert präziser und viele Abläufe wurden modernisiert. Gerade bei den Parkour-Passagen und den Schwertkämpfen orientiert sich Ubisoft stärker an neueren Serienteilen, ohne das grundlegende Spielgefühl zu verändern. Dadurch fühlt sich «Black Flag Resynced» vertraut an, spielt sich aber deutlich zeitgemäßer als das inzwischen über zehn Jahre alte Original.

Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die Seeschlachten. Schon 2013 gehörten sie zu den Höhepunkten des Spiels und boten eine Mischung aus taktischem Manövrieren, Kanonenfeuer und Entermanövern. Im Remake wurden diese Kämpfe weiter ausgebaut. Verbesserte Effekte, dynamischere Wetterbedingungen und eine aufwendigere Physik sorgen dafür, dass jede Seeschlacht noch spektakulärer wirkt. Gleichzeitig bleibt das bekannte Spielprinzip erhalten, das bis heute zu den besten Schiffskampfsystemen der Reihe zählt.



Neu hinzu kommen zusätzliche Inhalte, die das Abenteuer erweitern sollen. Ubisoft ergänzt neue Aufgaben, weitere Erkundungsmöglichkeiten und zusätzliche Aktivitäten, ohne dabei den ursprünglichen Spielablauf grundlegend zu verändern. Gerade Fans des Originals erhalten dadurch genügend neue Anreize, die Karibik erneut zu bereisen, während Neueinsteiger die bislang umfangreichste Version des Spiels erleben.

Interessant ist auch, welche Bedeutung «Black Flag» für die gesamte Reihe hatte. Viele Mechaniken späterer «Assassin's Creed»-Spiele entstanden erstmals hier oder wurden entscheidend weiterentwickelt. Die offene Spielwelt, die große Freiheit bei der Erkundung und der Fokus auf Nebenaktivitäten beeinflussten zahlreiche Nachfolger. Gleichzeitig war «Black Flag» für viele Spieler längst mehr als nur ein «Assassin's Creed». Nicht wenige betrachteten das Spiel als eines der besten Piratenabenteuer überhaupt – unabhängig vom eigentlichen Seriennamen.

Natürlich bleibt das Grundgerüst trotz aller Verbesserungen unverändert. Einige Missionen wirken aus heutiger Sicht etwas altmodisch, und gerade die Verfolgungs- sowie Schleichpassagen folgen noch dem Spieldesign der frühen 2010er Jahre. Auch die Gegenwartsgeschichte dürfte erneut nicht jeden Spieler begeistern. Dennoch überwiegen die Stärken des Spiels deutlich, weil die Mischung aus Piratenleben, Erkundung und Action bis heute hervorragend funktioniert. Edward Kenways Reise durch die Karibik zählt auch mehr als ein Jahrzehnt später zu den besten Abenteuern der gesamten Reihe und dürfte mit dieser Neuauflage eine neue Generation von Spielern für das goldene Zeitalter der Piraten begeistern.
17.08.2026 12:08 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173920
Benjamin Wagner

super
schade


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Assassin's Creed Black Flag Resynced Assassin's Creed Assassin's Creed IV: Black Flag Black Flag Black Flag Resynced

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