ZDF wiederholt «Die Neue Zeit» in ungewöhnlicher Nachtprogrammierung

Die sechsteilige Bauhaus-Serie läuft erneut im ZDF, allerdings verteilt sich der Rerun kurioserweise über zwei Nächte.

Das ZDF holt «Die Neue Zeit» noch einmal ins Programm zurück. Die sechsteilige Serie von Lars Kraume, die 2019 erstmals ausgestrahlt wurde, wird in der Nacht zum Freitag, 14. August, wiederholt. Los geht es am Donnerstag, 13. August, um 1.30 Uhr mit der Auftaktfolge „Nach dem Krieg“. Komplett ist der nächtliche Marathon allerdings erst in der folgenden Nacht: Die letzte Folge „Das Ende in Weimar“ steht erst am Freitag, 14. August, um 3.30 Uhr auf dem Programm.

Die Gemeinschaftsproduktion von ZDF, ARTE, Constantin Television und Nadcon Film erzählt von den Anfangsjahren des Staatlichen Bauhauses in Weimar. Ausgangspunkt ist ein Gespräch im Jahr 1963: Der gealterte Walter Gropius trifft in New York auf die feministische Journalistin Stine Branderup, die ihm vorwirft, Frauen am Bauhaus benachteiligt zu haben. Gropius weist den Vorwurf zurück und blickt auf die politisch und künstlerisch aufgeladene Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück.

Im Zentrum der Serie steht neben Gropius auch Dörte Helm, gespielt von Anna Maria Mühe. Sie kommt als junge Studentin ans Bauhaus, bricht mit bürgerlichen Erwartungen und sucht ihren eigenen künstlerischen Weg. Während die Schule für Aufbruch, Avantgarde und neue Formen des Zusammenlebens steht, wächst in Weimar der Widerstand konservativer Kräfte.

Die Schlussfolge führt schließlich in die Zeit der Ruhrkrise und Inflation. Nationalkonservative Parteien gewinnen an Einfluss, dem Bauhaus droht die Streichung der Mittel. Gropius versucht, mit einer großen Ausstellung für die Schule zu werben, doch trotz des Erfolgs lässt sich das Ende in Weimar nicht verhindern. Neben August Diehl und Anna Maria Mühe gehören Trine Dyrholm, Valerie Pachner, Ludwig Trepte und Sven Schelker zum Ensemble.

Quotenmeter-Redakteur Julian Miller war nicht begeistert: „Viele Kritiker überschlagen sich nun mit Lobeshymnen auf diese «Neue Zeit», weil sie sich nicht nur künstlerisch angenehm aufmüpfig, sondern auch intellektuell komplex gibt. An diesem Serienbauhaus finden lange, gekonnt kompakt geschriebene und mit großem Elan inszenierte Debatten über Funktionalismus und Futurismus statt, es will eine Ode sein an den „schöpferischen Akt des Künstlers“ und findet auch erzählerisch zu klugen Darstellungsformen, insbesondere beim persönlichen Hauptproblem der Serien-Dörte-Helm: Sie ist keine Künstlerin, sie erschafft nicht, sie reproduziert.“
27.07.2026 08:22 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173911
Fabian Riedner

super
schade


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Die Neue Zeit Neue Zeit

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