Ein Gag der Komikerin über Donald Trump und Jeffrey Epstein fehlt in der veröffentlichten Aufzeichnung der Preisverleihung für Bill Maher.
In dem am Dienstag veröffentlichten Netflix-Special zur Verleihung des Mark Twain Prize an Bill Maher ist ein Witz von Whitney Cummings über US-Präsident Donald Trump nicht enthalten. Die Komikerin hatte bei der Gala am 28. Juni im Kennedy Center gescherzt, Trump habe zwar kommen wollen, sei aber „im Sexhandel stecken geblieben“ („caught in sex traffic“). Der Gag spielte offenbar auf Trumps frühere Verbindung zu Jeffrey Epstein an, gegen den 2019 Anklage wegen Sexhandels erhoben worden war. Die „New York Times“ berichtete am Mittwoch über diesen Vorgang.
Netflix erklärte, man bevorzuge es grundsätzlich, keine Witze aus Auftritten zu entfernen. Allerdings habe das Kennedy Center vertraglich das Recht, Änderungen an der Aufzeichnung vorzunehmen. Das Kulturzentrum teilte seinerseits mit, Schnitte an einer Produktion erfolgten stets in Zusammenarbeit, um das bestmögliche Fernsehergebnis zu erzielen. Wer letztlich die Entscheidung traf, den betreffenden Witz zu streichen, blieb offen.
Whitney Cummings stellte in den sozialen Medien klar, dass Netflix ihren Auftritt nicht zensiert habe. In ihrem Podcast «Good for You» berichtete sie jedoch, ihr sei mitgeteilt worden, dass der betreffende Witz aus der Sendung entfernt werden solle. Sie betonte zugleich, die Verantwortlichen im Kennedy Center hätten sie nicht zum Schweigen bringen wollen, stünden jedoch unter der Leitung von Donald Trump, der seit diesem Jahr Vorsitzender des Hauses ist.
Im fertigen Special verblieben andere Spitzen gegen Trump, darunter ein Witz über eine angebliche dreimonatige Aufführungsserie von „White Hamilton“ am Kennedy Center. Ebenfalls entfernt wurden weitere Passagen aus Cummings' Auftritt, die sich nicht auf den Präsidenten bezogen. In ihrem Podcast erklärte die Komikerin, gerade bei einer Auszeichnung für Satire und politische Comedy sollte Kritik an gewählten Amtsträgern uneingeschränkt möglich sein.
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