Bundesliga wechselt in den USA zu USA Network und Fandango

Nach fünf Jahren bei ESPN werden die englischsprachigen US-Übertragungsrechte der Bundesliga ab der Saison 2026/27 von USA Network und Fandango übernommen.

Die Fußball-Bundesliga hat einen neuen Fernsehvertrag für den US-Markt abgeschlossen. Wie „The Athletic“ berichtet, wechseln die englischsprachigen Übertragungsrechte für die kommenden fünf Spielzeiten von ESPN (Disney) zu USA Network und Fandango (Versant). Das Gesamtvolumen des Vertrags soll nach Informationen des Sportportals rund 100 Millionen US-Dollar betragen, was einem Jahreswert von etwa 20 Millionen US-Dollar entspricht.

Künftig werden sämtliche mehr als 300 Bundesligaspiele entweder beim linearen Sender USA Network oder über den werbefinanzierten Streamingdienst Fandango ausgestrahlt. Parallel hatte die Deutsche Fußball Liga bereits den Verkauf der spanischsprachigen Rechte bekanntgegeben: Telemundo sicherte sich diese für zunächst drei Jahre und zahlt dafür laut „The Athletic“ rund zehn Millionen US-Dollar pro Saison. Erstmals wurden die englisch- und spanischsprachigen Rechte für den US-Markt getrennt vermarktet.

USA Network plant, mindestens 30 Partien pro Saison im linearen Fernsehen zu übertragen. Den Auftakt soll der Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund am 22. August bilden. Die übrigen Begegnungen laufen bei Fandango, das künftig erstmals auch Live-Sport anbietet und ohne zusätzliches Streaming-Abonnement genutzt werden kann. Produziert werden die Übertragungen überwiegend mit dem internationalen TV-Signal der Bundesliga. Für die Bundesliga bedeutet der neue Vertrag zwar einen finanziellen Rückschritt gegenüber dem bisherigen ESPN-Abkommen. Der Disney-Konzern soll bislang rund 30 Millionen US-Dollar pro Saison gezahlt haben, künftig fließen für die englischsprachigen Rechte nur noch etwa 20 Millionen US-Dollar jährlich.
20.07.2026 13:31 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173751
Fabian Riedner

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