Quotencheck: «Galileo X-Plorer»

Waren zweistellige Dimensionen erreichbar oder floppte der Ableger?

Seit etlichen Jahren bringt der Privatsender ProSieben sein Infotainment-Magazin Galileo bekanntlicher Weise nicht nur werktags, sondern auch am Wochenende. Sonntags etwa, ist oft die Sub-Marke «Galileo X-Plorer» im Programm-Ablauf um 19.00 Uhr. Doch lohnt sich der Ableger aktuell noch? Schauen wird dafür auf die Quotendaten des letzten halben Jahres.

Loslegen wollen wir zu Beginn des Jahres mit Sonntag, 4. Januar um 19.05 Uhr. Zu dem Zeitpunkt wurden 0,30 Millionen Leute zwischen 14 und 49 erhoben, die zu der Zeit schon ausreichten für zumindest mäßig passable 7,5 Prozent – kein dolles, aber ein abnickbares Resultat. Am Gesamtmarkt war eine gerade noch vertretbare Dimension zu holen ob 4,0 Prozent und 0,90 Millionen – die Millionenschwelle konnte man ärgerlicher Weise aber knapp nicht überspringen.

Tatsächlich waren nach konstanten Nachfolge-Terminen auf ähnlichem Niveau größere Sprünge erst am 25. Januar möglich: Wegen einer erhöhten Reichweite auf 0,44 Millionen zwischen 14 und 49 sah es auch gestärkt vom Anteil her aus – löblich zweistellige 10,5 Prozent holte die Folge des Abends heraus und lag damit klar über Senderschnitt. Steigerungen setzte auch es beim Publikum ab drei Jahren wegen für ProSieben passabler 4,4 Prozent durch 1,02 Millionen – damit legte man genau den wünschenswerten Sprung über die Millionenschwelle hin.

Deutliche Verringerungen mussten dann wiederum am 2. Februar weggesteckt werden: Die Reichweite 14-49 bretterte sank auf 0,29 Millionen, was an diesem Abend nur noch ausreichte, um zu einer blassen Größenordnung von lediglich 4,4 Prozent zu führen. Auch am Gesamtmarkt lief es schlechter wegen niedriger 2,2 Prozent (0,62 Millionen).

Ein größerer Sprung im Anteil war wieder am 22. Februar möglich. An jenem Datum kamen plötzlich wieder schön zweistellige 10,4 Prozent anhand 0,40 Millionen 14-49-Jährige zusammen. Gleiche Entwicklung am Gesamtmarkt: Recht d'accord gehende 4,1 Prozent durch 0,90 Millionen.

Doch es sollte nicht dabeibleiben: Den ganzen März über sanken die Zusprüche wieder auf eine mäßige Range um sechs und sieben Prozent – zeitweise waren nicht mehr als bescheidene 0,17 Millionen Jüngere dabei. Beim Gesamtpublikum gings bis auf 0,39 Millionen runter, womit eine Richtung markiert war, die ProSieben nicht mehr wirklich zufrieden machen konnte.

Richtig trist wurde es sogar ab dem 19. April, als dreimal in Folge nur Ergebnisse im Vier-Prozent-Bereich erzielt wurden (4,4 bis 4,7 Zielgruppen-Prozent). Zu Stande gekommen waren diese Größenordnungen durch nur noch 0,14 Millionen Jüngere. Gleichfalls ein weiterer Tiefstwert insgesamt: Es ließen sich lediglich extrem grottige 1,7 Prozent anhand 0,32 Millionen.

Im Mai zunächst erst etwas Durchschnaufen: Immerhin waren Steigerungen bis auf 7,3 Prozent und 0,21 Millionen 14-49-Jährige drin. Aber am 14. Juni nochmal der größte Schlag in die Magengrube: Runter ging es zur WM-Zeit bis auf katastrophale 0,8 Prozent wegen 0,08 Millionen Umworbene. Auch gesamt machte sich die verschärfte Konkurrenzlage bemerkbar ob mickriger 0,7 Prozent und 0,23 Millionen.

Zum Trost gab es zwei Wochen vor dem Ende einen Staffelrekord im Marktanteil: Gemessen wurden am 5. Juli richtig gute 11,8 Prozent, denn der Zuspruch stieg auf 0,29 Millionen. Während der wärmeren Jahreszeit langten also nicht ganz so hohe Reichweiten für bessere Prozent-Relationen (vorher waren ja auch mal über 0,40 Millionen Jüngere möglich). Schade war, dass zum Finale wieder Reduzierungen auf 5,0 Zielgruppen-Prozent und 0,09 Millionen zu verzeichnen waren.

Am Ende sind mäßige Durchschnittszahlen von 6,7 Prozent (0,24 Millionen) bei den 14-49-Jährigen festzuhalten, wie schmale 2,8 Prozent (0,58 Millionen) gesamt ab drei Jahren. Gemessen am Senderschnitt reichte diese Resonanz für ein knapp überdurchschnittliches Resultat – jubeln wird deshalb in Unterföhring aber bestimmt keiner. Vielmehr wäre zu wünschen, dass zweistellige Ergebnisse noch ein ganzes Stück häufiger werden. Konkrete Zahlen der Performance auf anderen Kanälen wie Joyn, YouTube und Co. liegen nicht vor, könnten ggf. für einzelne Beiträge aber auch eine gewisse Rolle spielen.
17.07.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173699
Fabian Riedner

super
schade


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Galileo X-Plorer

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