3sat beleuchtet den Kulturkampf im Wahljahr 2026

Die neue Dokumentation «Der Kampf um die Kultur – Ostdeutschland vor der Wahl» geht der Frage nach, wie Kultur zunehmend zum politischen Konfliktfeld wird.

3sat zeigt am Mittwoch, 26. August, um 20.15 Uhr die Erstausstrahlung der Dokumentation «Der Kampf um die Kultur – Ostdeutschland vor der Wahl». Der Film von Lisa Plank und Johanna Lazar steht bereits ab dem Morgen desselben Tages im Streamingangebot des Senders bereit. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Kunst und Kultur im Bundestagswahljahr 2026 spielen und wie sie zunehmend zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen werden.

Die Dokumentation begleitet Künstlerinnen und Künstler, Vertreter von Kulturinstitutionen sowie Politikerinnen und Politiker in Ostdeutschland. Dabei richtet sie den Blick auf Theater, Museen, Jugendkulturen und den ländlichen Raum, wo nach Ansicht der Filmemacher immer intensiver um kulturelle Deutungshoheit gerungen wird. Der Film greift unter anderem die kulturpolitischen Forderungen der AfD auf, die sich für eine „patriotische Kulturpolitik“ ausspricht, und untersucht, welche Auswirkungen politische Debatten auf die Kulturszene haben.

Im Zentrum stehen Menschen, die den Wandel unmittelbar erleben und sich mit Fragen nach künstlerischer Freiheit, Erinnerungskultur und staatlicher Förderung auseinandersetzen. Die Dokumentation fragt danach, wer künftig darüber entscheidet, welche Projekte gefördert, welche historischen Ereignisse erinnert und welche Geschichten erzählt werden. Damit zeichnet sie ein Bild davon, wie Kultur im Vorfeld der Bundestagswahl zunehmend zu einem politischen Machtinstrument werden kann.
20.07.2026 08:49 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173674
Fabian Riedner

super
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