Wegbrechende Zahlen könnten ein Zeichen dafür sein, dass die Sendung es nicht ganz schafft, ein junges Publikum konstant bei der Stange zu halten – dies wäre eine mögliche Challenge für die Zukunft, um ein größerer Erfolg zu werden.
Zum 25-jährigen Jubiläum von «Galileo» spendierte ProSieben seinem Wissensmagazin einen neuen Ableger für Kinder: In
«Galileo Kids» legt ein Alien namens Cosmo eine Bruchlandung im „Galileo“-Studio hin. Cosmo hat von der Welt überhaupt keine Ahnung und fragt Moderator Vincent Dehler Löcher in den Bauch. Auch über das Jubiläum hinaus ging der Ableger weiter, denn wie 2025 und 2023 liefen 2026 von April bis Juli ebenfalls wieder neue Folgen am Samstagmorgen.
Los ging die neue Staffel «Galileo Kids» am Dienstag, 4. April um 07.47 Uhr unter dem Tenor „Galaktisches Goldfieber“. Zu dem Zeitpunkt wurden 0,04 Millionen Leute zwischen 14 und 49 erhoben, die zu der Zeit schon ausreichten für zumindest passable 7,2 Prozent - ein zunächst recht respektabler Start. Am Gesamtmarkt (also inklusive der Leute ab drei Jahren) war eine gerade noch vertretbare Dimension zu holen ob mittelmäßiger 3,1 Prozent und 0,10 Millionen.

Tatsächlich sah es dann sieben Tage später mit „Gruselalarm“ und einer etwas reduzierten Reichweite von 0,03 Millionen zwischen 14 und 49 schwächer vom Anteil her aus – verhaltene 5,1 Prozent holte die Folge des Morgens und lag damit knapp unter Senderschnitt. Halbierungen setzte es beim Publikum ab drei Jahren wegen niedriger 1,6 Prozent durch nur noch 0,05 Millionen – das war schon eine ärgerliche Entwicklung.
Noch deutlich stärkere Verringerungen mussten dann wiederum am 25. April mit dem Thema Fahndung weggesteckt werden: Die Reichweite 14-49 bretterte auf ganz magere 0,01 Millionen, was entsprechend auch nur noch ausreichte, um zu einer dezimierten Größenordnung von lediglich 1,6 Prozent zu führen. Auch am Gesamtmarkt lief es wieder sehr schlecht wegen mickriger 1,8 Prozent (0,06 Millionen).

Ein größerer Sprung im Anteil war wieder am 2. Mai möglich, als Rekordversuche unternommen wurden. An jenem Datum kamen wenigstens akzeptable 6,6 Prozent anhand 0,04 Millionen 14-49Jährige zusammen – diese Leistung konnte in den nächsten zwei Wochen dann bestätigt werden mit exakter Reichweite und sehr ähnlichen Anteilen um sechs Prozent. Das Gesamtpublikum erhöhte sich in diesem Zeitraum ebenfalls wieder über 2,5 Prozent (0,08 Millionen) bis auf 3,0 Prozent (0,10 Millionen), womit folglich moderate Erholung möglich war.
Doch es sollte nicht dabeibleiben: Am 23. Mai ereignete sich ein erneuter Rückschlag auf haarige 2,6 Prozent im Alter zwischen 14 und 49, weil hier nur noch ganz schmale 0,01 Millionen erhoben wurden. Auch in der Folgewoche sah es in Anbetracht 3,5 Prozent durch 0,02 Millionen in jener Altersklasse nicht wirklich besser aus. Bei den Leuten ab drei Jahren schmirgelte man bitterer Weise auf furchtbare 0,9 Prozent wegen 0,03 Millionen.
Wenige Wochen vor dem Staffelfinale kam aber schließlich nochmal eine Trendwende in den Anteilen zustande – am 6. Juni ließen sich mal wieder recht vernünftige 7,1 Prozent erreichen, weil die Größenordnungen auf 0,04 Millionen stiegen. Jene Tendenz zeichnete sich auch insgesamt ab: Wenigstens 0,09 Millionen brachten etwas optimierte 3,0 Prozent.
Durchhalten ließ sich diese Flughöhe bis zum Endpunkt allerdings nicht. Denn schon am Folgetermin war man wegen 0,02 Millionen und 3,3 Prozent (14-49) wieder in absteigender Form. Dieser Abwärtsdrall mündete am vorletzten Termin (27. Juni) in eine mangelhafte Leistung von lediglich 1,7 Prozent durch 0,01 Millionen. Auch gesamt kamen angesichts 0,6 Prozent und 0,02 Millionen Sorgenfalten auf. Auflösen sollten sich jene auch zum Staffelabschluss (4. Juli) nicht mehr, an dem man nur bei zaghaft erhöhten 3,3 Prozent anhand 0,02 Millionen 14-49-Jährigen sowie 0,8 Prozent anhand 0,02 Millionen gesamt kleben blieb.

Am Ende sind blasse Durchschnittszahlen von 4,6 Prozent (0,03 Millionen) bei den 14-49-Jährigen festzuhalten, wie schmale 1,9 Prozent (0,06 Millionen) gesamt ab drei Jahren. Gemessen am Senderschnitt reichte diese Resonanz nicht aus. Allerdings wird hier im Kinderbereich wohl zumindest ein Stück Idealismus dabei sein, der Abstriche zulässt. Dennoch wäre es sicherlich wünschenswert, wenn vereinzelte positive Tendenzen über sieben Prozent (14-49) wie über drei Prozent (gesamt) sich häufiger bzw. beständiger festsetzen würden. Dass die Zahlen immer wieder wegbrechen, kann ein Zeichen dafür sein, dass die Sendung es nicht ganz schafft, seine Zielgruppe konstant bei der Stange zu halten, oder gar den Umfang auszubauen – dies wäre eine mögliche Challenge für die Zukunft, um bei den Kids ein größerer Erfolg zu werden.
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