ARTE begleitet die Forschung über Haie auf den Galápagos-Inseln

Die Dokumentation «Das unbekannte Leben der Haie» zeigt, wie Wissenschaftler den bedrohten Meeresräubern mit modernster Technik auf die Spur kommen.

Haie gehören zu den am meisten missverstandenen Tieren der Meere. Die Dokumentation «Das unbekannte Leben der Haie – Unterwegs im Meeresschutzgebiet Galápagos» widmet sich den faszinierenden Jägern und der Forschung an einem der bedeutendsten Schutzgebiete der Welt. ARTE zeigt den Film von Lynn Klockow erstmals am Dienstag, 4. August, um 18.35 Uhr sowie erneut am Donnerstag, 13. August, um 17.05 Uhr. Online steht die 43-minütige Produktion bis Ende Januar 2027 zur Verfügung.

Im Mittelpunkt stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf den Galápagos-Inseln das Verhalten verschiedener Haiarten untersuchen. Mithilfe von Satellitensendern, Kamerasystemen und Tauchgängen verfolgen sie die Wanderungen der Tiere und wollen herausfinden, wo sie leben, wie sie sich fortpflanzen und welche Rolle sie für das empfindliche Ökosystem der Meere spielen.

Dabei sorgt eine Entdeckung auf der Insel Floreana für besondere Aufmerksamkeit. Dort untersuchen die Forschenden den Galápagos-Stierkopfhai mit Ultraschall, Blutanalysen und genetischen Proben. Die Ergebnisse könnten darauf hindeuten, dass es sich um eine bislang unbekannte Haiart handelt – ein Fund, der auch für die internationale Meeresforschung von großer Bedeutung wäre.

Die Dokumentation macht zugleich deutlich, weshalb der Schutz der Tiere weit über die Galápagos-Inseln hinaus relevant ist. Als Spitzenprädatoren tragen Haie entscheidend zum ökologischen Gleichgewicht der Ozeane bei. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen deshalb helfen, internationale Schutzmaßnahmen weiterzuentwickeln und die Zukunft der bedrohten Populationen langfristig zu sichern.
11.07.2026 12:06 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173440
Fabian Riedner

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