Für die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery muss Paramount seine Beteiligung am europäischen Vertriebsunternehmen United International Pictures aufgeben.
Die geplante 111 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance steht in Europa vor einer entscheidenden Hürde. Wie aus Unterlagen der Europäischen Kommission hervorgeht, hat sich Paramount verpflichtet, aus dem gemeinsamen Vertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) mit Universal Pictures auszusteigen. Diese Zusage ist eine Voraussetzung für die Genehmigung der Fusion durch die EU-Wettbewerbshüter.
Die Europäische Kommission hatte den Schritt bereits in der vergangenen Woche gefordert. Nach Eingang der entsprechenden Verpflichtungserklärung wurde die Frist für die Entscheidung über den Zusammenschluss vom 7. Juli auf den 22. Juli verlängert. Für das gemeinsame Unternehmen dürfte die Aufgabe mit Comcast keine große Sachen sein, denn Warner Bros. Pictures unterhält Vertretungen in allen Ländern.
UIP wurde 1981 gegründet und hat seinen Sitz in London. Während das Unternehmen früher in zahlreichen Ländern aktiv war, übernimmt es heute noch den Kinofilmvertrieb in mehreren europäischen Märkten, darunter Dänemark, Griechenland, Kroatien, Ungarn, Norwegen, Polen und Schweden. Neben der Prüfung in Brüssel steht die Transaktion auch im Vereinigten Königreich auf dem Prüfstand. Dort kündigte Kulturministerin Lisa Nandy bereits ein mögliches Eingreifen der Regierung an. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich der Medienvielfalt, da durch den Zusammenschluss unter anderem der Fernsehsender Channel 5, TNT Sports, Paramount+ und HBO Max in einer Hand liegen würden.
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