Während England bei ITV die beste Reichweite seit der EURO 2024 erzielt, dominieren die Spiele in der Türkei das Fernsehgeschehen. Auch in Australien und den USA begeistert das Turnier Millionen Zuschauer.
Der britische Free-TV-Sender, der sich die Rechte an der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft mit der BBC teilt, ist mit den bisherigen Übertragungen zufrieden. Das Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika, das im Aztekenstadion mit 2:0 für den Gastgeber endete, haben im Vereinigten Königreich bei ITV und dem Streamingdienst ITVX 6,6 Millionen Menschen gesehen. Die gesamte Übertragung an diesem Abend verbuchte 5,9 Millionen Zuschauer. Die Übertragung der Eröffnungszeremonie, die in Deutschland durch das ZDF teilweise verpasst wurde, erreichte auf der Insel 4,2 Millionen Fernsehzuschauer.
Das erste Spiel der Engländer, bei dem der deutsche Trainer Thomas Tuchel seine Mannschaft zu einem 4:2 gegen Kroatien führte, erreichte 15,4 Millionen Fernsehzuschauer bei ITV und ITVX. Die knapp dreieinhalbstündige Übertragung sammelte durchschnittlich zehn Millionen Zuschauer ein. Bei den 16- bis 34-Jährigen konnte sich der Fernsehsender über 2,3 Millionen Zuschauer freuen. Das ist die höchste Reichweite für eine Sendung im Vereinigten Königreich seit der UEFA EURO 2024 in Deutschland.
In Zusammenarbeit mit STV übertrug ITV auch das schottische Spiel aus der Gruppe C. Das Match zwischen Schottland und Marokko lief auf ITV1 und STV sowie den Streamingdiensten ITVX und STV Player. Im Durchschnitt verbuchte die Partie sechs Millionen Fernsehzuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 81 Prozent. In Schottland haben 1,2 Millionen Menschen das Spiel gesehen, was die höchste Reichweite seit dem Halbfinale der Europameisterschaft 2024 bedeutete.
Bereits Anfang der Woche berichtete Quotenmeter, dass der Sender FOX am Freitagnachmittag mit dem 2:0-Sieg der USA über Australien 14,781 Millionen Fernsehzuschauer erreichte. Das war das beste Ergebnis für diesen Sendeplatz seit 2022, als die US-Nationalmannschaft gegen England spielte. Zwischenzeitlich schalteten bei der Heim-Weltmeisterschaft bis zu 19,169 Millionen Zuschauer ein.
In Australien erreichte die Partie ebenfalls viele Zuschauer. Das Match verbuchte 3,414 Millionen Fernsehzuschauer. Damit wurden zwar weniger Zuschauer als in den Vereinigten Staaten erreicht, im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße fällt das Ergebnis jedoch deutlich stärker aus. Im Anschluss blieben noch 2,446 Millionen Zuschauer für die Highlights und Interviews dran. Im Vorfeld verbuchte der Sender SBS 1,240 Millionen Australier. Ebenfalls stark nachgefragt war die Partie zwischen Schottland und Marokko, die auf 1,685 Millionen Zuschauer kam. Der Sender zeigte auch Türkei gegen Paraguay, bei dem die Türken vorzeitig ausschieden. Im Durchschnitt sahen 1,453 Millionen Menschen zu.
In der Türkei war das Interesse nach wie vor vorhanden, allerdings mussten die Zuschauer bereits sehr früh aufstehen. Anpfiff war um 06.00 Uhr, und 6,85 Millionen Menschen verfolgten die Partie bis 08.15 Uhr. Der Marktanteil von TRT1 betrug in diesem Zeitraum starke 75,45 Prozent. Die zweithöchste Reichweite des Tages sicherte sich Deutschland gegen die Elfenbeinküste, bei dem Deutschland kurz vor Schluss noch den Sieg holte. Zwischen 22.50 und 01.10 Uhr blieben 3,34 Millionen Türken wach, der Marktanteil lag bei 17,86 Prozent. Die Partie Niederlande gegen Schweden, die ab 19.50 Uhr gesendet wurde, erreichte lediglich 2,50 Millionen Zuschauer. Zum Vergleich: Der Privatsender TV8 strahlte eine weitere vierstündige «MasterChef»-Episode aus, die auf 2,46 Millionen Zuschauer kam. Die FIFA-Weltmeisterschaft ist in der Türkei deshalb kein Selbstläufer.
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