ProSieben wollte am gestrigen Freitag zur besten Film-Zeit mit der Premiere von «Transformers One» glänzen - es ergab sich jedoch die schwächste Freitags-Primetime des Jahres.
Spielfilme am Freitagabend sind bei ProSieben absolut gewöhnlich. Ebenfalls "ganz normal" sind hierbei recht gute TV-Zahlen, zumeist kann die Primetime den Tagesschnitt heben und vor allem die 14- bis 49-Jährigen schaffen von Zeit zu Zeit den Sprung in Richtung der zweistelligen Marktanteile. Ob nun
«Jack Reacher: Kein Weg zurück» vom 16. Januar, der mit 0,34 Millionen Umworbenen 9,9 Prozent Marktanteil holte, oder zum Beispiel
«Thor: Love and Thunder», der am 03. April mit 0,49 Millionen Werberelevanten stolze 12,5 Prozent sicherte. Der Freitag und Spielfilme bei der roten Sieben passen schlichtweg zusammen - bis auf gestern. Gestern entschied man sich in Unterföhring für einen Premiere - erstmals im linearen TV hierzulande sollte
«Transformers One» gezeigt werden.
Und das ging komplett in die Hose. Der Animationsfilm, der als Prequel die Vorgeschichte von Optimus Prime abbildet, sicherte dem Unterföhring-Sender ab 20:15 Uhr nur absolut dünne 0,18 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Das bescherte dem Sender eine miserable Quote von gerade einmal 1,0 Prozent. Bei derart geringer Aufmerksamkeit konnte die Zielgruppe nichts mehr beschönigen, mit 0,06 Millionen Umworbenen waren noch 1,7 Prozent Marktanteil drin - also ebenfalls ein kompletter Reinfall.
Nun dürfte direkt die Konkurrenz der «FIFA WM 2026» als Grund für die schlechte Primetime herausgeholt werden, jedoch kann der rollende Ball hierbei nur bedingt verantwortlich gemacht werden. Einerseits lieferte das Erste erst ab 21:00 Uhr Live-Bilder der Partie «USA - Australien» und andererseits zeigte sich die vorangegene Freitags-Primetime am 12. Juni ebenfalls bereits in Konkurrenz zum Fußball alles andere als derart desolat. Da holte in der Vorwoche der Film
«Die glorreichen Sieben» ebenfalls im Gegenspiel zum «WM»-Turnier noch 0,83 Millionen Zuschauer ab.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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