WDR und Filmstiftung fördern fünf neue Projekte für die ARD-Mediathek

Die erste Runde der Initiative „Made in NRW“ unterstützt vier fiktionale Stoffe und eine Dokumentarserie mit insgesamt 250.000 Euro.

Der WDR und die Film- und Medienstiftung NRW haben die ersten Förderentscheidungen ihrer gemeinsamen Development-Initiative „Made in NRW“ bekanntgegeben. Aus 73 eingereichten Projekten wählte eine Jury unter Beteiligung der Schauspielerin und Regisseurin Aylin Tezel fünf Vorhaben aus, die in einer frühen Entwicklungsphase unterstützt werden. Ziel der Initiative ist es, neue Stoffe aus Nordrhein-Westfalen für die digitalen Ausspielwege der ARD weiterzuentwickeln. Jedes ausgewählte Projekt erhält eine Förderung in Höhe von 50.000 Euro.

Zu den geförderten fiktionalen Projekten gehört die Serienidee «Let Them Eat Cake» von Goldstoff Filme aus Ascheberg. Die Coming-of-Age-Historienserie erzählt von einer jungen westfälischen Prinzessin, die Anfang des 18. Jahrhunderts überraschend zur englischen Thronfolgerin wird und unter politischem Druck einen geeigneten Ehemann finden muss. Die von Mark Lorei entwickelte Serie verbindet historische Kulissen und opulente Ausstattung mit einer modernen satirischen Erzählweise.

Ebenfalls ausgewählt wurde «Rescuing Shinobi» von Zeitsprung Pictures aus Köln. Die Crime-Dramedy von Matthias Dinter erzählt die Geschichte zweier verlorener Menschen, die sich während eines dramatischen Vorfalls in Düsseldorf begegnen. Besonderes Merkmal des Projekts sind integrierte Anime-Sequenzen, die gemeinsam mit Manga-Illustratorin Maya Wendler entwickelt werden. Mit «Gelbe Monster» erhält zudem eine Romanadaption von Clara Leinemann Förderung. Die Produktion von Barbara Mientus verbindet Elemente eines Liebesfilms mit einem Psycho-Thriller und beschäftigt sich mit weiblicher Gewalt sowie toxischen Beziehungen.

Das vierte fiktionale Projekt trägt den Arbeitstitel «Gypsy» und stammt vom Kölner Produktionshaus Kollektiv Zwo. Die Ensemble-Dramedy beleuchtet das Leben einer mazedonisch-deutschen Roma-Familie und möchte eine bislang selten dargestellte Lebensrealität in den Mittelpunkt stellen. Verantwortlich zeichnen Autor Zejhun Demirov, Regisseur Bilal Bahdir und Co-Autorin Ziza Ervehea.

Im Dokumentarbereich setzte sich die Serie «La Deutsche Vita» von 7T1 Films durch. Die von Andreas Kramer und Tristan Söhngen entwickelte Produktion widmet sich der Verbindung von Fußball, Gesellschaft und Zeitgeschichte. Mit einem bewusst nostalgischen Ansatz soll die Reihe die Entstehung einer deutsch-italienischen Unterhaltungskultur nachzeichnen und dabei den Wandel des Profifußballs zu einem modernen Unterhaltungsprodukt beleuchten.

WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau: „Ich freue mich sehr, dass unsere gemeinsame Initiative so großen Zuspruch findet, denn wir haben als Partner großes Interesse an einer kreativen, florierenden und vielfältigen Produktionslandschaft in unserem Bundesland. Unter den zahlreichen Einreichungen der Talente aus Nordrhein-Westfalen waren sehr vielversprechende Stoffe mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen. Mit den ausgewählten Stoffen wollen wir unser Publikum überraschen und auch Menschen für die ARD Mediathek gewinnen. Diese Entwicklung von Ideen braucht Freiraum, genau deswegen gibt es unsere Kooperation ‚Made in NRW‘, die wir auf jeden Fall fortsetzen wollen.“

Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW: „Mit ‚Made in NRW‘ schaffen wir gemeinsam mit dem WDR ein neues Förderformat, das Talente fördert, kreative Qualität stärkt und neue Erzählformen sowie Perspektiven sichtbar macht. Durch die Unterstützung innovativer Storytelling-Projekte investieren WDR und die Filmstiftung in die Entwicklung neuer kreativer Stimmen und die Zukunft des Medienstandorts NRW.“
18.06.2026 11:27 Uhr Kurz-URL: qmde.de/172789
Fabian Riedner

super
schade


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Let Them Eat Cake Rescuing Shinobi Gelbe Monster Gypsy La Deutsche Vita

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