Sowohl SBS als auch TRT verzeichneten mit der Begegnung fantastische Reichweiten.
In Deutschland war die Begegnung zwischen Australien und der Türkei am Sonntagmorgen um 06.00 Uhr nur bei MagentaTV ausgestrahlt worden. Eigentlich ging die türkische Nationalmannschaft als Favorit in der Gruppe D gegen Australien in das Match. Doch das Spiel im kanadischen Vancouver drehte sich kurz nach der ersten Trinkpause. Nestory Irankunda, seines Zeichens einst beim FC Bayern München und inzwischen beim englischen Watford FC unter Vertrag, schoss das 1:0. Ohnehin erinnerte die Partie an das „Finale dahoam“, als Bayern München zwar als Favorit ins Endspiel ging, letztlich aber vom FC Chelsea bezwungen wurde. So nutzte auch Connor Metcalfe (Mittelfeldspieler bei St. Pauli) einen Angriff der Türken, um einen Konter erfolgreich abzuschließen. Auch die venezolanischen Schiedsrichter konnten dabei nur zuschauen.
In der Türkei schalteten zwischen 05.50 und 09.10 Uhr am Sonntagmorgen 9,74 Millionen Menschen ein, das führte zu einem starken Marktanteil von 76,23 Prozent. Darüber musste geredet werden, weshalb TRT 1 auch mit einer fast einstündigen Postshow auf Sendung ging. Es blieben immer noch 2,31 Millionen Zuschauer dran, der Marktanteil lag mit 18,04 Prozent weiterhin im spitzenmäßigen Bereich. Das Spiel zwischen Deutschland und Curaçao schalteten in Deutschland über 23 Millionen Menschen ein, in der Türkei interessierten sich zwischen 18.50 und 21.10 Uhr 3,30 Millionen Zuschauer für die Partie, die auf 12,84 Prozent kam. Im Anschluss sendete TRT 1 noch Niederlande – Japan, das 3,38 Millionen Zuseher erreichte. Der Marktanteil wurde mit 17,18 Prozent beziffert.
Australien hat mehrere Zeitzonen, das Match gegen die Türkei wurde in Perth um 12.00 Uhr, in Darwin um 13.30 Uhr und in Sydney um 14.00 Uhr angepfiffen. 4,783 Millionen Menschen interessierten sich beim Fernsehsender SBS für das Live-Match. Im Anschluss blieben noch 2,893 Millionen Menschen dran. Im Vorfeld kam die Preshow auf 2,599 Millionen Fernsehzuschauer. Das Spiel zwischen den Niederlanden und Japan interessierte 1,102 Millionen Zuschauer. Die Partie zwischen Deutschland und Curaçao weckte auf dem Down-Under-Kontinent hingegen kaum Euphorie und schaffte es nicht einmal in die Top-30-Charts. Immerhin sicherte man sich 0,09 Millionen 16- bis 39-Jährige.
Während in Deutschland das FIFA-WM-Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko rund zehn Millionen Menschen anlockte, war das Interesse in der Türkei überschaubar. 4,96 Millionen Menschen sahen die Partie. Am Freitag erreichte das Spiel zwischen Bosnien-Herzegowina und Kanada 4,70 Millionen Zuschauer. Die Samstagspartie Katar – Island kam am späten Abend auf 4,72 Millionen Zuschauer, in der Nacht sahen noch 2,27 Millionen Menschen die Begegnung zwischen Katar und der Schweiz, die 1:1 endete.
Die Zeitverschiebung ist für die Australier zum Teil ein Problem: Das FIFA-WM-Eröffnungsspiel erzielte am Freitag nur 0,787 Millionen Zuschauer, die zeitversetzte Ausstrahlung holte noch einmal 0,745 Millionen Zuseher. Das Spiel zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Paraguay (4:1) erreichte auf dem Kontinent 1,640 Millionen Zuschauer. Die Nachberichte ließen sich 0,958 Millionen Zuschauer nicht entgehen. Die Vorberichte waren allerdings nur für 0,575 Millionen Zuschauer interessant.
Der Fernsehsender FOX ist mit der Partie USA – Paraguay sehr zufrieden. Die Sender FOX sowie die Streamingdienste FOX One und Tubi verbuchten 18,037 Millionen Zuschauer. Das war zudem das erfolgreichste Match aller Zeiten in der englischsprachigen US-Fernsehgeschichte. Der Höchstwert wurde zum Ende der Partie mit 21,526 Millionen Zuschauern erreicht. Am stärksten war das Interesse in Kansas City, Boston, San Diego, Dallas und St. Louis.
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