Omdia-Prognose: Netflix steuert auf 400 Millionen Abonnenten zu

Laut einer neuen Omdia-Analyse soll Netflix bis 2031 fast 400 Millionen Kunden erreichen und seine Marktführerschaft weiter ausbauen.

Netflix wird seine Spitzenposition im weltweiten Streaming-Markt nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Omdia auch in den kommenden Jahren behaupten. Wie die Analysten im Rahmen der Branchenveranstaltung NEM Dubrovnik 2026 erklärten, soll der Streamingdienst bis Ende 2031 auf nahezu 400 Millionen Abonnenten anwachsen. Gleichzeitig erwartet Omdia, dass die monatliche Reichweite von Netflix bereits im Jahr 2027 die Marke von einer Milliarde Zuschauer überschreiten wird.

„Der Streaming-Markt tritt in eine neue Phase ein, in der Größe und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen“, sagte Maria Rua Aguete, Leiterin des Bereichs Medien und Unterhaltung bei Omdia. „Die Konsolidierung dürfte eine Reihe von Wettbewerbern stärken, doch Netflix profitiert weiterhin von einer globalen Reichweite und einer Abonnentenzahl, die nach wie vor schwer zu übertreffen sind.“

Eine wichtige Rolle dürfte nach Ansicht von Omdia die weitere Konsolidierung des Marktes spielen. So könnte ein möglicher Zusammenschluss der Streaming-Dienste HBO Max und Paramount+ bis zum Jahr 2031 rund 175 Millionen Abonnenten weltweit erreichen und damit zu den fünf größten Streaming-Angeboten der Welt aufsteigen. Die Analysten verweisen dabei auch auf deutliche Überschneidungen bei den Kunden: Demnach abonnieren bereits heute 40 Prozent der Paramount+-Kunden zusätzlich HBO Max, während umgekehrt 26 Prozent der HBO-Max-Abonnenten ebenfalls Paramount+ nutzen. Dies eröffne Potenzial für Bündelangebote, Cross-Promotion und eine stärkere Kundenbindung.

Neben den klassischen Streaming-Diensten rückt laut Omdia auch YouTube immer stärker in den Fokus. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen 2,7 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Damit übertrifft die Videoplattform die Reichweite jedes einzelnen Streaming-Anbieters deutlich. Omdia sieht deshalb einen Wandel im Wettbewerb: Die Konkurrenz finde nicht mehr ausschließlich zwischen Streaming-Diensten statt, sondern zunehmend zwischen unterschiedlichen Video-Ökosystemen. Während Netflix die führende Abo-Plattform bleibe, entwickle sich YouTube durch seine enorme Reichweite, Creator-Inhalte und verstärkte Investitionen in Premium-Angebote zu einem immer wichtigeren Akteur auf dem Fernsehmarkt.
12.06.2026 00:28 Uhr Kurz-URL: qmde.de/172566
Fabian Riedner

super
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