Die zeitverstezte Übertragung der Gala im Ersten enttäuscht auf ganzer Linie.
Was bleibt von der Lola 2026? Die Verleihung des Deutschen Filmpreises 2026 bot die gewohnt hochstilisierte Gala, musikalisch moderiert von Christian Friedel, mit Tiefgang und Relevanz versehen durch emotionale Reden von Wim Wenders (Ehrenpreis) oder Senta Berger (Beste weibliche Hauptrolle) und abschließend, wie es sich für einen TV-Freitag gehört, war der Abend gewissermaßen ZDF-dominiert. Der Film
«In die Sonne schauen» räumte in stolzen zehn Kategorien die goldene Statue ab - und ist eine Koproduktion des ZDF. Die Erfolge kurz aufgelistet: Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste weibliche Nebenrolle, Beste Kamera / Bildgestaltung, Bester Schnitt, Beste Tongestaltung, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild und Bestes Maskenbild.
Wie passend wäre es da gewesen, wenn das Zweite die Gala hätte übertragen dürfen - doch ging diese Ehre (oder Bürde?) in diesem Jahr an das Erste. Während ab 19 Uhr der interessierte Zuschauer die Verleihung live im Stream der ARD mediathek verfolgen durfte, ging das Spektakel gewohnt zeitversetzt im linearen Programm auf Sendung. Ab 22:20 Uhr hieß es demnach bei der blauen Eins
«Deutscher Filmpreis 2026». Wirklich ertragreich war diese Programmierung nicht - lediglihc 0,54 Millionen Zuschauer konnten im Schnitt noch gebunden werden.
Das brachte dem Ersten eine schwache Quote von 5,4 Prozent ein. Noch deutlich schlimmer war jedoch die Leistung bei den 14- bis 49-Jährigen. In dieser Sparte sicherte die nachgeholte Übertragung lediglich 0,03 Millionen jüngere Zuschauer. Vernichtend fiel damit die Quote von 1,5 Prozent aus. Das ZDF räumt bei der Lola mit «In die Sonne schauen» ab und die Übertragung der Gala ist im linearen Angebot kein Faktor. In Summe also ein gebrauchter Freitag für das Erste.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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