Freud und Leid dürften beim Finale von «Let's Dance» so nah beieinander liegen wie selten zuvor. Auf der einen Seite gibt es gewissermaßen schwache Reichweiten - auf der anderen Seite über 20 Prozent Marktanteil.
RTL hat es geschafft - mit der gestrigen Primetime und der Programmierung
«Let's Dance - Das große Finale» ging eine weitere Staffel von
«Let's Dance» zu Ende. Auf den ersten Blick könnte man direkt Kritik laut werden lassen, denn mit 2,78 Millionen Zuschauern im Schnitt ist die finale Show gar nicht unbedingt die ganz große Nummer gewesen. Zwar zeigte die gestrige Reichweite die höchste Beteiligung seit Ende April, jedoch war der Tanzabend gerade zu Beginn der Staffel mit Reichweiten jenseits oder zumindest knapp unter der 3-Millionen-Marke bereits deutlich besser unterwegs. Direkt zu Vergleichen sind die Riechweiten von Ende Februar oder Anfang März mit einer Show Ende Mai selbstverständlich nicht, was sich auch im mustergültigen Marktanteil zeigte. Mit den erreichten 2,78 Millionen Zuschauern konnte sich RTL über stolze 18,6 Prozent am TV-Markt freuen - wie es sich für ein Finale gehört, war das die beste Quote der gesamten Staffel.
Und die Zielgruppe? Dort lässt sich die Geschichte des Finals von «Let's Dance» ganz ähnlich beschreiben. Mit 0,53 Millionen Umworbenen im Schnitt ist die letzte Show der Staffel vorerst kein Feuerwerk, tatsächlich wollten erst am 15. Mai mit 0,55 Millionen Werberelevanten mehr Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren folgen. Dennoch überzeugt auch hier auf ganzer Linie die Quote - exzellente 20,9 Prozent machten den gestrigen RTL-Abend zur zweitbesten Leistung der Staffel. lediglich die erste reguläre Tanz-Show am 06. März holte mit 0,81 Millionen Umworbenen bessere 22,4 Prozent nach Köln.
Bei all dem Lob für exzellente Quoten, reichte es für RTL gestern in keiner Sparte zum Tagessieg. In puncto Reichweite stellte sich diese Frage gar nicht erst, selbstverständlich gehörte der Freitag wie gewohnt dem ZDF.
«Der Alte» sicherte sich um 20:15 Uhr 3,38 Millionen Zuschauer im Schnitt, die spätere
«heute-show» lag bei 3,20 Millionen. Beide Formate schafften aus Sicht der Marktanteile den Sprung an die Spitze jedoch ebenfalls nicht, dennoch konnte das ZDF feiern. Um 16:15 Uhr katapultierte sich eine Episode
«Die Rosenheim-Cops» mit 1,87 Millionen Zuschauern auf sagenahfte 24,2 Prozent Marktanteil - da kam kein anderes Format ran. Bei den 14- bis 49-Jährigen ist RTL der Spitze deutlich näher, lediglich ein Formatkonnte in Sachen Reichweite mehr überzeugen. Die bereits genannten
«heute-show» brachte den Sieg nach Mainz -- 0,73 Millionen jüngere Zuschauer setzten der RTL-Leistung doch noch deutlich zu. Der Quoten-Sieg war das jedoch ebenfalls nicht, hier freute sich gestern Sat.1. Mit dem
«Sat.1 Frühstücksfernsehen» konnten zwischen 07:30 Uhr und 08:00 Uhr dominanten 39,0 Prozent am Markt der 14- bis 49-Jährigen gemessen werden.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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