Die Holdinggesellschaft des früheren FOX- und Sky-Managers übernimmt zentrale Marken von Vox Media.
James Murdoch stärkt seine Position im internationalen Mediengeschäft deutlich. Seine Holdinggesellschaft Lupa Systems übernimmt mehrere große Geschäftsbereiche von Vox Media. Zum Paket gehören das traditionsreiche „New York Magazine“, das Vox Media Podcast Network sowie die Marke „Vox“. Andere bekannte Angebote wie „The Verge“, „SB Nation“, „The Dodo“, „Eater“ oder „Popsugar“ verbleiben dagegen bei Vox Media. Die übernommenen Marken sollen künftig als eigenständige Tochtergesellschaft unter dem Namen Vox Media innerhalb von Lupa Systems weitergeführt werden. CEO bleibt weiterhin Mitgründer Jim Bankoff, der den digitalen Medienkonzern über Jahre aufgebaut hatte.
„Diese Übernahme passt gut zu unseren bestehenden Beteiligungen und Investitionen und spiegelt sowohl unser Interesse an den neuesten kulturellen Trends als auch unser starkes Engagement für anspruchsvollen Journalismus und wegweisende Diskussionen wider“, sagte James Murdoch. „Dadurch können wir neue Instrumente in allen Bereichen unseres Unternehmens einsetzen und unsere Gruppe um erhebliche Kapazitäten in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Redaktion erweitern.“
Mit dem Deal baut Murdoch sein Medienportfolio massiv aus. Bereits heute gehören Beteiligungen an der Kunstmesse Art Basel, dem Tribeca Festival sowie über Bodhi Tree Systems umfangreiche Anteile am indischen Medienkonzern JioStar zur Unternehmensgruppe. Murdoch verfügt zudem über jahrzehntelange Erfahrung im klassischen Mediengeschäft: Er war unter anderem CEO von 21st Century Fox sowie Chef von BSkyB und Sky plc. Auch beim asiatischen Sender Star TV spielte er eine zentrale Rolle.
Die Personalie James Murdoch ist dabei besonders interessant, weil er sich in den vergangenen Jahren zunehmend vom konservativen Medienkurs seines Vaters Rupert Murdoch distanziert hatte. Während Rupert Murdoch mit Fox News und News Corp weiterhin stark auf konservative Medien setzt, positionierte sich James Murdoch zuletzt deutlich liberaler und investierte verstärkt in Qualitätsjournalismus, digitale Medienmarken und internationale Kulturprojekte.
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