Die Historie von «ran Handball» ist durchaus noch eine sehr kurze - und dennoch ist die Entwicklung bereits beachtlich.
Handball im Free-TV? Klar, bei großen Turnieren in ARD und ZDF keine Seltenheit - doch seit Beginn diesen Jahres nähert sich das Privatfernsehen der zweitgrößten Mannschaftssportart in Deutschland (anhand Mitgliederzahlen in Sportverbänden) an. Mit
«ran Handball» etabliert ProSieben aus Unterföhring seit März den Sport im Free-TV, die Sendestation hat sich bekanntermaßen die Rechte an Spielen der deutschen Nationalmannschaft gesichert. Kein schlechter Schachzug, findet doch die nächste Handball-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland statt. Bis dahin fließt jedoch noch einiges Wasser die Flüsse hinunter, gestern schickte ProSieben das erste dritte Länderspiel im Hauptprogramm über den Äther - das Prorgamm war ein Testspiel zwischen Dänemark und Deutschland.
Die Übertragung ging mit Vorberichten ab 19:00 Uhr an den Start und die rote Sieben kam zunächst auf eher wacklige 0,49 Millionen Zuschauer. Das brachte 3,2 Prozent am Markt, die wichtige Zielgruppe schaffte mit 0,13 Millionen immerhin 6,3 Prozent. Anfpiff der Partie in Kopenhagen war um 19:30 Uhr und mit der ersten Halbzeit steigerten sich die TV-Zahlen auf 0,77 Millionen insgesamt und damit auf 0,21 Millionen in der Zielgruppe. Die Quoten machten damit auf 4,4 und 8,4 Prozent durchaus einen merklichen Satz. In den zweiten 30 Minuten sollte das Interesse weiter wachsen, ab 20:25 Uhr waren insgesamt 0,79 Millionen Zuschauer dabei, die 14- bis 49-Jährigen steigerten sich auf 0,27 Millionen. Trotz Reichweiten-Plus gingen damit die Quoten zurück auf 3,7 und 8,0 Prozent.
Mit den genannten Reichweiten kommt ProSieben in allen Belangen auf neue Bestwerte - der Handball braucht sich im Privatfernsehen daher bislang nicht zu verstecken. Nicht nur im internen «ran Handball»-Vergleich - denn kurzum waren die genannten Zahlen insgesamt für ProSieben das Beste, was es zu notieren gab.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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