Leichtes Wachstum bei der RTL Group

Das Streaminggeschäft verbucht 141 Millionen Euro Umsatz, in Deutschland hat RTL 7,3 Millionen zahlende Kunden.

Die in Luxemburg ansässige RTL Group hat am Mittwoch ihre Quartalsergebnisse bekannt gegeben. In den Monaten Januar, Februar und März 2026 verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 1,295 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,292 Milliarden Euro – ein Plus von zweieinhalb Prozent. Während der Werbeumsatz der Fernsehsender auf allen Märkten von 507 auf 474 Millionen Euro sank, verbesserte sich der Digital-Werbeumsatz von 103 auf 118 Millionen Euro. Der Radio- und Print-Umsatz sank von 75 auf 71 Millionen Euro.

Die Produktionssparte Fremantle, zu der auch die deutsche UFA gehört, verbuchte einen Umsatz von 372 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum wurden mit 373 Millionen Euro nur minimal bessere Ergebnisse erzielt. Die negativen Wechselkurseffekte durch den schwachen US-Dollar bestätigen sich. Organisch wuchs die Sparte sogar um 4,2 Prozent. Der Streaming-Umsatz in Deutschland und Frankreich verbesserte sich von 111 auf 141 Millionen Euro. Ende März 2026 verzeichnete die RTL Group 8,4 Millionen zahlende Kunden. Das deutsche RTL+ stieg binnen eines Jahres von 6,2 auf 7,3 Millionen Kundenbeziehungen. Mit weiteren Partnerschaften, wie der mit der Deutschen Telekom, will man mithilfe von Edeka schnell weiter wachsen. In Frankreich erhalten alle Abonnenten von Prime Video künftig M6+ ohne weitere Kosten. Pikant: Der Mitbewerber TF1 hat sich im vergangenen Jahr mit Netflix zusammengeschlossen und einen ähnlichen Deal vereinbart.

Clément Schwebig, Chief Executive Officer der RTL Group, sagt: „Wir sind solide in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Sowohl die RTL Group insgesamt als auch unser Inhaltegeschäft Fremantle sind wieder aus eigener Kraft gewachsen. Das Umfeld für lineare TV-Werbung bleibt angesichts der anhaltenden Verlagerung in Richtung Streaming weiterhin herausfordernd. Die ersten drei Monate des Jahres 2026 waren das erste profitable Quartal für unser Streaming-Geschäft. Alle wichtigen Streaming-Kennzahlen sind gestiegen: vom Umsatz über die Anzahl der zahlenden Abonnenten bis hin zur Nutzungsdauer. Wir rechnen deshalb für das Gesamtjahr mit einem operativen Streaming-Gewinn zwischen 25 und 50 Millionen Euro. Gleichzeitig bauen wir unsere Präsenz im Streaming weiter aus. Das erreichen wir durch Partnerschaften mit HBO Max in Deutschland und Amazon Prime Video in Frankreich, durch starke lokale und internationale Inhalte und vor allem durch den Zusammenschluss von RTL und Sky im deutschsprachigen Raum. Mit dem Antritt als CEO der RTL Group freue ich mich darauf, gemeinsam mit unseren exzellenten Management-Teams die Transformation des Unternehmens weiter zu beschleunigen.“
13.05.2026 08:58 Uhr Kurz-URL: qmde.de/171724
Fabian Riedner

super
schade


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