Der Liechtensteiner Musiker übernimmt beim Finale des Eurovision Song Contest 2026 die Rolle der deutschen Spokesperson.
Überraschung vom Südwestrundfunk: wavvyboi wird beim Finale des
«Eurovision Song Contest 2026» die deutschen Jury-Punkte verkünden. Wie der SWR mitteilte, wird sich der Musiker am Samstag, 16. Mai 2026, per Live-Schalte aus Baden-Baden in die «ESC»-Show nach Wien melden. Das Finale ist ab 21.00 Uhr im Ersten sowie in der ARD Mediathek zu sehen. Für Deutschland tritt Sarah Engels mit dem Popsong „Fire“ an. Barbara Schöneberger, Lena Meyer-Landrut und Tim Bendzko senden allerdings die Vor- und Nachberichte aus der Hansestadt Hamburg.
Für wavvyboi ist es bereits die zweite ESC-Erfahrung innerhalb weniger Monate. Beim deutschen Vorentscheid Ende Februar erreichte der 28-jährige Künstler mit seinem Titel „Black Glitter“ das Superfinale und belegte hinter Sarah Engels den zweiten Platz. Nun folgt der nächste große «ESC»-Auftritt. „Diese ikonischen Momente, bei denen jedes Land live zugeschaltet wird und die berühmten 12 Points vergeben darf“, bezeichnete der Sänger selbst als besondere Ehre.
Hinter dem Künstlernamen wavvyboi steckt Simon Vogt-Grande aus Balzers in Liechtenstein. Bereits als Jugendlicher begann er mit Musikproduktionen und veröffentlichte erste Coverversionen auf SoundCloud. Aufmerksamkeit erhielt er durch Kontakte zum deutschen Musikerkollektiv Dat Adam, wodurch sich seine Karriere im deutschsprachigen Raum entwickelte. 2022 erschien mit „all die engel & daemonen sind wir selbst“ sein Debütalbum, das Platz neun der deutschen Albumcharts erreichte. Musikalisch bewegt sich wavvyboi zwischen Emo-R’n’B, Goth-Elementen und melancholischem Pop. Als Einflüsse nennt er unter anderem Jimi Hendrix, The Beatles, The Weeknd und Kurt Cobain.
Zugleich steht wavvyboi auch für Sichtbarkeit und Diversität innerhalb der deutschsprachigen Popkultur. Der nichtbinäre Künstler verbindet in seiner Ästhetik bewusst Goth-, Grunge- und androgyn wirkende Elemente miteinander. Themen wie Selbstfindung, psychische Belastungen und persönliche Krisen prägen viele seiner Songs.
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