Quotencheck: «Serienmörder – Das Böse unter uns»

Fünf Episoden strahlte Kabel Eins im März und April am späten Freitagabend aus. Beim Gesamtpublikum holte man ordentliche Werte.

In diesem Jahr versuchte der ProSiebenSat.1-Sender Kabel Eins das Abenteuer True Crime am Freitagabend deutlich auszubauen. Unter anderem hat man die Sendung «Serienmörder – Das Böse unter uns» drehen lassen, die sich mit verschiedenen Männern aus Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika beschäftigte.

Startschuss der Sendung war Freitag, der 20. März, um 22.20 Uhr. Im Gegensatz zu den anderen Eigenproduktionen des Senders ging die neue Sendung allerdings nur noch eine Stunde, sodass man sich monothematisch auf einen Fall konzentrieren konnte. „Der Schachbrettmörder“ wanderte für 48 Morde lebenslang ins russische Straflager. Alexander Pitschuschkin begeisterte 0,50 Millionen Menschen bei Kabel Eins, der Fernsehsender fuhr damit einen Marktanteil von 2,8 Prozent ein. Nur bei den jungen Zuschauern war die Ausbeute mit 0,13 Millionen und 3,6 Prozent eher suboptimal.

Sieben Tage später kam die Episode „Der St. Louis-Killer“, der am 25. Oktober 1965 ebenda geboren wurde. Der Restaurant-Angestellte hat Anfang des Jahrtausends mindestens zwölf Prostituierte erschlagen. Nach seiner Verurteilung nahm sich Maury Troy Travis am 10. Juni 2002 das Leben. Die Geschichte sahen 0,49 Millionen Zuschauer, der Marktanteil sank auf 2,7 Prozent. Bei den jungen Menschen blieb das Interesse mit 0,13 Millionen hoch, aber es sahen nur 3,1 Prozent zu.

Weil am 3. April Karfreitag war, pausierte die Reihe. Kabel Eins machte am 10. April mit „Samuel Little: Der tödlichste Serienmörder der USA“ weiter. Der 1940 in Georgia geborene Samuel McDowell wurde 2014 zunächst wegen dreier Frauenmorde gefasst, bis 2019 konnte ihm die Polizei allerdings schon 50 Morde nachweisen. Der am 30. Dezember 2020 Verstorbene sagte selbst, er habe mindestens 93 Menschen um die Ecke gebracht. Kabel Eins erreichte mit der Folge 0,46 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 2,6 Prozent. Beim jungen Publikum wurden 0,17 Millionen ermittelt, das führte zu 4,3 Prozent.

Die vorletzte Folge mit dem Titel „Die Bestie von Rostow“ drehte sich um Andrei Romanowitsch Tschikatilo, der zwischen 1978 und 1990 nachweislich 53 Menschen tötete. Das Dramatische: Nekrophilie und Kannibalismus waren Teil seines Plans. Die Geschichte bei Kabel Eins bewegte 0,48 Millionen Zuschauer, das führte zu 2,7 Prozent Marktanteil. Unter den jungen Menschen waren allerdings nur noch 0,10 Millionen dabei, was zu 2,6 Prozent führte.

„Thomas Rung: Berlins gefährlichster Serienmörder“ hieß die letzte Episode, die mit 0,52 Millionen Zuschauern auch das beste Ergebnis holte. Der Marktanteil lag allerdings nur bei 2,8 Prozent. Bei den Werberelevanten fuhr Kabel Eins erneut 0,13 Millionen ein, der Marktanteil bewegte sich bei 3,3 Prozent. «Serienmörder – Das Böse unter uns» erreichte im Durchschnitt 0,49 Millionen Fernsehzuschauer und generierte mäßige 2,7 Prozent. Bei den jungen Leuten waren 0,13 Millionen möglich, der Marktanteil lag bei 3,4 Prozent. Die solide Reihe könnte künftig im Hause ProSiebenSat.1 immer mal wieder als Lückenfüller zu sehen sein.
18.05.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/171656
Fabian Riedner

super
schade


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Serienmörder – Das Böse unter uns

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