Die Frage war, ob der Wegfall einer der zentralsten Figuren für einen Quotenboost sorgen würde.
In dieser Woche ereignete sich eine große Zäsur bei der RTL-Daily
«Alles was zählt». Die Serie verlor eine Hälfte seines zentralen Duos: Serien-Urgestein Silvan-Pierre Leirich, der seit fast 20 Jahren den Patriarchen Richard Steinkamp verkörperte, verabschiedete sich. Zum letzten Mal zu sehen war er am 30. April auf RTL+ im Streaming. Am Donnerstag, den 7. Mai, lief die Folge zur gewohnten Zeit um 19.05 Uhr dann im TV. Konnte der Abschied nun vielleicht einige Interessierte mehr zum Einschalten bewegen?
Zumindest zum Start in die Woche am Montag war von einem gesteigerten Interesse noch nichts zu spüren. Im Gegenteil bewegten sich die Quoten mit durchwachsenen 8,4 Zielgruppen-Prozent (0,19 Millionen) deutlich im einstelligen Bereich, den die Serie ja eigentlich hinter sich lassen soll. Bei den Älteren sah es in Anbetracht 1,18 Millionen und 7,0 Prozent so eben ok aus, aber auch sicher nicht übermäßig.
Enttäuschender Weise mussten zweistellige Zahlen auch mit Blick auf den Dienstag zunächst weiter verneint werden: Bloß leicht gesteigerte 0,21 Millionen umworbene Fans besorgten einen mittelmäßig einstelligen Wert von 9,5 Prozent. Zur Wochenmitte ging es dann weiter einen Ameisenschritt auf 0,22 Millionen rauf, die jedoch schon ausreichten, um die Produktion immerhin in die Zweistelligkeit von recht passablen 10,7 Prozent zu bringen. Eine merkliche Intensivierung der Spannung ließ sich an diesen Zahlen trotzdem nicht ablesen - übrigens auch nicht am Gesamtmarkt, an dem man weiter ziemlich konstant in der Sieben-Prozent-Zone verblieb.
Am Donnerstag wurde es dann ernst, denn dort vollzog sich das Ende von Richard Steinkamp: Tatsächlich setzte sich das kontinuierliche Wachstum fort, welches nun auf ordentliche 11,3 Zielgruppen-Prozent gelangte. Blickt man auf die reine Sehbeteiligung, lassen nur sehr begrenzt erhöhte 0,23 Millionen der Jüngeren aber nicht auf einen richtigen Abschieds-Boost schließen. Parallel ließ die Gesamtzuschauerzahl mit 1,35 Millionen und d'accord gehenden 8,4 Prozent eine moderat erhöhte Tendenz erkennen.
Nach dem Abschied des Hauptdarstellers gelang es zum Wochenende, die Relationen der 14-49-Jährigen sogar nochmal auszubauen. Die Resonanzen stiegen dementsprechend kontinuierlich weiter auf 0,25 Millionen, die einen soliden Prozentanteil in Höhe 12,9 Prozent hervorbrachten. Ziemlich beständig die Größenordnungen am Gesamtmarkt, an dem 1,30 Millionen zu 8,7 Prozent aufkamen.
Vom Gesamtfazit kann gesagt werden, dass der Zuschauerzuspruch bei
«AWZ» um den Steinkamp-Abschied durchaus etwas gesteigert ausfiel im Vergleich zum Wochenstart, sich die Zahlen aber dennoch in einer moderaten Range bewegten. Manchmal kommt die Daily auch über 0,30 Millionen Umworbene sowie über 1,40/1,50 Millionen Gesamtzuschauende, wenngleich sich die 1,35 Millionen am Donnerstag schon eher am oberen Leistungsspektrum bewegten, das in den letzten Wochen und Monaten erreicht wurde.
Unterm Strich konnte das Richard-Ende linear womöglich ordentliche Quoten begünstigen - auffällige Zahlen brachte es jedoch enttäuschender Weise nicht hervor. Ob sich die Zäsur massiver On Demand bei den Programm-Marken ausgewirkt hat, werden wir am Dienstag vergleichen.
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