Beim älteren Publikum weist die Vorabend-Produktion Dimensionen auf, die Privatsender selbst zur Hauptsendezeit mit Kusshand nehmen würden – eine krasse Diskrepanz offenbart aber der Schwenk zur jüngeren Zuschauerschaft.
Seit 2009 ist die Donnerstag-Vorabend-Krimiserie
«SOKO Stuttgart» bereits eine feste Größe im Programm des ZDF. Etliche Staffeln sind in dieser Zeit zusammengekommen – die aktuelle, welche im März zu Ende ging, war die schon 17. Konnten die jeweils nach 18.00 Uhr gesendeten Folgen auch nach so vielen Jahren noch überzeugen?
Gestartet war die Runde am Donnerstag, 2. Oktober 2025. Die erste Episode konnte sich gleich einen starken Gesamt-Anteil von 21,8 Prozent sichern, weil 2,91 Millionen Krimi-Fans zuschalteten. Wesentlich schlechter war das Feld bei den Jüngeren bestellt, auf dem bloß ganz dürre 3,3 Prozent (0,06 Millionen) erwuchsen.

Insgesamt ging es ab der zweiten Woche sogar über die Drei-Millionen-Schwelle – bis zum 13. November konnte sich die Serie kontinuierlich weiter steigern bis auf 3,61 Millionen. Damit wurde zunächst ein vorläufiger Höhepunkt von stolzen 22,1 Prozent markiert. Unfreundlicher sah es mit Blick auf die 14-49-Jährigen aus, weil weiterhin ganz schlechte 3,6 Prozent zu Buche standen, weil die Reichweite in diesem Segment auf 0,08 Millionen verharrte. Die Wochen davor waren auch nur dünne Relationen um vier und fünf Prozent drin.
Eine moderate Rückbewegung setzte ab 20. November ein. An diesem Datum fiel die Serie erstmals in der Staffel unter die 20 Prozent – genauer gesagt 19,9 Prozent kamen auf. Die Reichweite hielt sich mit 3,17 Millionen aber dennoch über drei Millionen. Sieben Tage darauf setzte es zwar wieder ein Zwischenhoch wegen 21,5 Prozent anhand 3,48 Millionen, an den zwei darauffolgenden Terminen war man allerdings wieder bei 19 Prozent unterwegs mit Reichweiten ganz knapp über drei Millionen. Etwas Erholung war zwischenzeitlich in diesem Zeitraum bei den Jüngeren möglich, die zumindest mal über sechs Prozent kamen ob 0,15 Millionen.

Deutlicher über der Drei-Millionen-Marke performte die Produktion zum Start ins neue Jahr 2026. Denn am 8. Januar steigerte sie sich auf klasse 3,59 Millionen zu 20,3 Prozent. Rolle rückwärts konträr bei den Jüngeren, die auf ärgerliche 3,0 Prozent (0,07 Millionen) donnerten. Eine Woche später erhöhte sich das Gesamt-Interesse gar noch ein kleines Stück auf 3,61 Millionen und feierliche 22,0 Prozent.
Auch wenn es ab dem 19. Februar mit den Reichweiten leicht runterging von 3,60 über 3,40 bis hin zu 3,31 Millionen zum Finale, konnte der Staffelabschluss mit unbeirrten 22,2 Prozent am Gesamtmarkt weiter richtig auftrumpfen. Bezüglich der 14-49-Jährigen ging es nach einem temporären Bestwert von soliden 8,9 Prozent durch 0,20 Millionen zum Finale wieder bergab auf durchwachsene 5,8 Prozent (0,10 Millionen).

Unter dem Strich verbleiben für die 17. «SOKO Stuttgart»-Staffel Durchschnittswerte von wirklich starken 21,0 Prozent (3,33 Millionen) gesamt wie mageren 5,4 Prozent (0,11 Millionen) der Jüngeren. Beim älteren Publikum gehört die Serie damit zu den erfolgreichsten Vorabend-Krimis im deutschen Fernsehen – die aufgebrachten Reichweiten bringen viele Sender heutzutage nicht mal mehr zur Primetime fertig. Umso härter wirkt allerdings der Break im Vergleich zu den Jüngeren, bei denen nur in den seltensten Fällen befriedigenden Zahlen aufkommen – in diesem Segment gehört man eher zum unteren Ende der Ermittlungs-Marken.
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