Die achtstündige Produktion von Lynn Novick beleuchtet im Herbst die Geschichte von Verbrechen und Strafe in den USA.
Der US-Sender PBS hat eine neue, aufwendig produzierte Dokumentation angekündigt:
«Crime and Punishment in America» wird ab dem 16. November 2026 an vier aufeinanderfolgenden Abenden ausgestrahlt. Die insgesamt acht Stunden umfassende Reihe steht im Anschluss für vier Wochen auch auf den digitalen Plattformen des Senders zur Verfügung.
Regie führt Lynn Novick, die bereits mit Projekten wie «The Vietnam War» oder «Hemingway» internationale Aufmerksamkeit erlangte. Als Executive Producer fungieren unter anderem Ken Burns und Sam Pollard. Die Serie gilt als erste umfassende Aufarbeitung der Entwicklung des amerikanischen Strafrechtssystems – von der vorkolonialen Zeit bis hin zur modernen Masseninhaftierung.
Inhaltlich widmet sich «Crime and Punishment in America» grundlegenden Fragen nach Gerechtigkeit, Macht und gesellschaftlicher Ordnung. Dabei werden Themen wie Polizeiarbeit, Gefängnissysteme, Gerichte sowie die Rolle von Rassismus und sozialer Ungleichheit beleuchtet. Die Serie verfolgt einen erzählerischen Ansatz, der historische Entwicklungen mit persönlichen Geschichten verbindet – etwa von Inhaftierten, Opfern, Angehörigen oder Vertretern des Justizsystems.
Für die Vertonung zentraler Passagen konnte ein prominentes Ensemble gewonnen werden. Unter anderem wirken Samuel L. Jackson, Laura Linney, Bobby Cannavale, Matthew Rhys, Michael Stuhlbarg, David Hyde Pierce und BD Wong mit. Ergänzt wird das Material durch Archivaufnahmen, Interviews mit Experten sowie eigens komponierte Musik. Die Dokumentation spannt einen Bogen von öffentlichen Hinrichtungen im kolonialen Amerika über die Entwicklung der ersten Gefängnisse bis hin zu modernen Debatten über Strafmaß, Rehabilitation und Sicherheit. Dabei wird auch die Rolle historischer Ereignisse wie Sklaverei, Jim-Crow-Gesetze und politische Reformbewegungen thematisiert.
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