«Verbotene Bücher»: Doku über Kulturkampf an US-Schulen

Die Erstausstrahlung beleuchtet den Streit um Buchverbote und Lesefreiheit in den Vereinigten Staaten.

Zur Primetime am Mittwoch, den 27. Mai 2026, zeigt der Kultursender 3sat die Dokumentation «Verbotene Bücher – Kulturkampf in den USA». Der Film ist bereits seit dem Vormittag in der Mediathek abrufbar und bleibt dort bis Mai 2029 verfügbar. Im Zentrum steht ein Konflikt, der in den USA seit einigen Jahren zunehmend an Schärfe gewinnt.

Ausgangspunkt ist eine politische Initiative im Bundesstaat Texas: Der republikanische Abgeordnete Matt Krause veröffentlichte 2021 eine Liste mit Hunderten Büchern, die auf angeblich „anstößige“ oder „rassistische“ Inhalte überprüft werden sollten. Viele der betroffenen Werke behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Seither ist eine landesweite Bewegung entstanden, die gezielt Druck auf Schulen und Bibliotheken ausübt.

Die Dokumentation zeigt, wie sich dieser Kulturkampf konkret auswirkt. Immer mehr Bücher verschwinden aus Schulbibliotheken, während sich Aktivistengruppen wie Moms for Liberty für strengere Einschränkungen einsetzen. Auf der anderen Seite geraten Bibliothekarinnen und Bibliothekare zunehmend unter Druck, werden bedroht oder öffentlich diffamiert, weil sie sich für den freien Zugang zu Literatur einsetzen. Gleichzeitig porträtiert der Film Menschen, die sich gegen diese Entwicklung stellen. Sie organisieren Widerstand, verteidigen das Recht auf Bildung und Meinungsfreiheit – und riskieren dabei teilweise ihre berufliche Existenz.
02.05.2026 14:53 Uhr Kurz-URL: qmde.de/171320
Fabian Riedner

super
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