Podstars: «Lachlabor» – Wenn Wissen plötzlich richtig Spaß macht

Im «Lachlabor» werden verrückte Kinderfragen zu echten Experimenten und Wissenschaft zu einem Abenteuer, bei dem Miträtseln ausdrücklich erlaubt ist.

Mit dem Podcast «Lachlabor – Lustiges Wissen für Kinder zum Miträtseln» hat der Bayerischer Rundfunk ein Format geschaffen, das Bildung und Unterhaltung auf besonders spielerische Weise verbindet. Im Mittelpunkt stehen die beiden Hosts Tina und Mischa, die sich Woche für Woche scheinbar absurden Fragen widmen und genau darin den Reiz des Formats entfalten.

Denn die Fragen, die im «Lachlabor» gestellt werden, sind alles andere als gewöhnlich: Kann man sich im Looping einer Achterbahn selbst auf den Kopf spucken? Wird ein giftiges Tier noch giftiger, wenn es ein anderes giftiges Tier frisst? Oder lässt sich ein Ei über einem Lavasee kochen? Was zunächst wie reine Fantasie klingt, wird im Podcast zum Ausgangspunkt echter wissenschaftlicher Erkundung.

Das Konzept ist dabei ebenso simpel wie effektiv: Tina und Mischa nähern sich den Fragen mit Experimenten, Überlegungen und Unterstützung durch Fachleute. Häufig werden Hypothesen aufgestellt, getestet und auch verworfen – ganz so, wie es in der Wissenschaft üblich ist. Gleichzeitig bleibt der Ton stets locker, humorvoll und kindgerecht. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass komplexe Zusammenhänge verständlich werden, ohne belehrend zu wirken.

Ein zentrales Element des Podcasts ist das aktive Miträtseln. Kinder werden nicht nur als Zuhörerinnen und Zuhörer angesprochen, sondern als Teil des Prozesses verstanden. Sie können eigene Vermutungen anstellen, mitdenken und werden so spielerisch an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt. Unterstützt wird das Ganze durch das sogenannte Miträtsel-Team sowie durch Expertinnen und Experten, die zusätzliche Einblicke liefern.

Mit einer durchschnittlichen Länge von rund 25 Minuten und einer wöchentlichen Erscheinungsweise ist «Lachlabor» zudem ideal auf die Aufmerksamkeitsspanne jüngerer Hörer abgestimmt. Gleichzeitig bietet das Format genug Tiefe, um auch Erwachsene zu unterhalten – etwa Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern zuhören.

Inhaltlich deckt der Podcast eine große Bandbreite ab: von Biologie über Physik bis hin zu Alltagsphänomenen. Dabei geht es weniger um das bloße Vermitteln von Fakten als um das Verstehen von Zusammenhängen. Warum etwas funktioniert – oder eben nicht –, steht im Mittelpunkt.
«Lachlabor» zeigt damit eindrucksvoll, dass Lernen nicht trocken sein muss. Im Gegenteil: Wenn Neugier, Humor und Experimentierfreude zusammenkommen, entsteht ein Format, das Wissen lebendig macht. Ein Podcast, der Kinder ernst nimmt, ihre Fragen in den Mittelpunkt stellt – und ganz nebenbei vermittelt, dass Wissenschaft vor allem eines ist: ein großes Abenteuer.

17.05.2026 12:53 Uhr Kurz-URL: qmde.de/171150
Sebastian Schmitt

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