Elvis-Nacht im ZDF: Zwei Filme über den „King“ am Pfingstmontag

Das ZDF widmet dem Leben von Elvis Presley eine ganze Nacht und zeigt mit «Elvis» und «Priscilla» zwei unterschiedliche Perspektiven auf die Musiklegende.

Der Pfingstmontag steht beim ZDF ganz im Zeichen von Elvis Presley: Mit einer besonderen Filmnacht beleuchtet der Sender Leben und Mythos des „King of Rock’n’Roll“. Den Auftakt macht bereits um 22:00 Uhr das opulente Biopic «Elvis», ehe in der Nacht um 00:30 Uhr mit «Priscilla» eine zweite, deutlich intimere Perspektive folgt.

Den Primetime-Platz übernimmt «Elvis» von Baz Luhrmann, das den Aufstieg und Fall der Musikikone in einer bildgewaltigen Inszenierung nachzeichnet. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Elvis und seinem Manager Colonel Tom Parker, gespielt von Tom Hanks. Während Austin Butler den jungen Musiker verkörpert, zeigt der Film, wie aus einem talentierten Jungen aus einfachen Verhältnissen einer der erfolgreichsten Solokünstler der Musikgeschichte wird. Gleichzeitig beleuchtet die Produktion auch die Schattenseiten des Ruhms: zunehmende Abhängigkeit von Medikamenten, künstlerische Einschränkungen und ein Leben im Spannungsfeld von Kommerz und Selbstverwirklichung.

Inhaltlich schlägt der Film den Bogen von Elvis’ Kindheit im Süden der USA über seine musikalischen Einflüsse – insbesondere aus der afroamerikanischen Musikszene – bis hin zu seinen legendären Auftritten in Las Vegas. Die Dynamik zwischen Künstler und Manager entwickelt sich dabei zunehmend zu einem Abhängigkeitsverhältnis, das letztlich beide an ihre Grenzen bringt. Trotz aller Tragik bleibt die Musik als zentrales Vermächtnis bestehen.

Im Anschluss folgt mit «Priscilla» von Sofia Coppola ein Perspektivwechsel. Der Film erzählt die Geschichte aus Sicht von Priscilla Presley und konzentriert sich auf die Beziehung zu Elvis, die bereits in jungen Jahren beginnt. Verkörpert von Cailee Spaeny und Jacob Elordi, zeigt das Drama eine Liebesgeschichte, die zunehmend von Kontrolle, Abhängigkeit und Selbstfindung geprägt ist.

«Priscilla» verzichtet dabei bewusst auf die große Bühne und richtet den Blick auf das Private: das Leben im Schatten eines Weltstars, die Einschränkungen eines scheinbar glamourösen Alltags und die Entwicklung einer jungen Frau hin zu mehr Eigenständigkeit. Der Film basiert auf den Memoiren „Elvis and Me“ und zeichnet ein sensibles, differenziertes Bild einer Beziehung, die weit weniger märchenhaft ist, als es nach außen erscheinen mag.
19.04.2026 07:47 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170892
Fabian Riedner

super
schade


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Elvis Priscilla

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