Neue Breyer-Reportage über Social-Media

Im Mai beschäftigt sich der Journalist mit Regulierungen von Algorithmen und süchtig machenden Mechanismen.

Jochen Breyer recherchiert, ob Social Media außer Kontrolle geraten ist – und was Plattformen und Algorithmen mit Kindern, Jugendlichen und unserer Gesellschaft machen. Tun wird er dies im nächsten Monat im Programm des Zweiten Deutschen Fernsehen unter dem Titel «Die Wahrheit über Social Media». Der genaue Termin ist Dienstag, 26. Mai 2026, 20:15 Uhr. Die Produktion läuft bis 21.00 Uhr. Im Streaming wird die Doku ab dem gleichen Datum verfügbar gemacht.

In einer Münchner Schule berichten Kinder schonungslos von Schlaflosigkeit, Gewaltvideos, Stress - verursacht durch Daueronlinezeit. Breyer spricht mit Ermittlern, Insidern und Betroffenen und recherchiert undercover, wie Plattformen Inhalte steuern. Auf dem Schulhof erzählen die Schüler, dass sie zehn, elf, ja sogar 19 Stunden am Tag online sind. Ein Mädchen sagt: "Das Krasseste, was ich auf Social Media gesehen habe, sind Menschen, die sich das Leben nehmen." Handytrainer Daniel Wolff sagt: "Zehnjährige sehen Dinge, die Sie als erwachsener Mensch nicht ertragen. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft langsam erkennen: So kann es nicht weitergehen. Wir leben in einem Notstand."

Breyer trifft bei seinen Recherchen auch Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts, und berichtet ihm, dass es kaum eine Radikalisierung mehr gibt, bei der Social Media keine Rolle spielt. Wie funktioniert der Algorithmus getriebene Hass? Und wie kontrollieren die Plattformen selbst die Inhalte? Das Team recherchiert undercover. Breyers Fazit: "Die Content-Moderation, wie wir sie erlebt haben, ist eine Farce."

Breyer reist auch in die USA. US-Präsident Trump und Vizepräsident J. D. Vance haben deutlich gemacht, dass sie die amerikanischen Tech-Plattformen schützen werden. Breyer diskutiert mit Kongressabgeordneten und MAGA nahen Influencern, die sagen: Eine Regulierung der Plattformen käme aus ihrer Sicht einer Zensur gleich, die die Trump-Regierung nicht hinnehmen werde. In Los Angeles trifft Breyer Menschen, die sich den Tech-Plattformen entschieden in den Weg stellen. Er spricht mit Julianna Arnold, deren Tochter Coco gestorben ist. Aus Sicht der Mutter auch, weil die Algorithmen der Plattformen sie krank gemacht hätten. Und er begleitet die Anwältin Laura Marquez-Garrett zum Superior Court. Dort stehen Google und Meta vor Gericht. Der Vorwurf: Sie hätten die Social Media Plattformen so gebaut, dass sie süchtig machen.
14.04.2026 11:02 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170748
Mario Thunert

super
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Die Wahrheit über Social Media

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