Der Fall einer Australierin, die mit über 2.500 Identitäten gegen ihren eigenen Vater aussagte, kommt im Mai ins Fernsehen.
Der True-Crime-Sender Investigation Discovery setzt Anfang Mai auf einen besonders eindringlichen Stoff: Die neue zweistündige Dokumentation
«We Are Jeni» feiert am 7. Mai zwischen 21 und 23 Uhr US-Zeit Premiere und wird anschließend auch beim Streamingdienst HBO Max verfügbar sein.
Im Mittelpunkt steht die Australierin Jeni Haynes, deren Geschichte selbst im True-Crime-Genre herausragt. Über Jahre hinweg wurde sie von ihrem Vater missbraucht – und entwickelte als Schutzmechanismus eine Dissoziative Identitätsstörung. Mehr als 2.500 sogenannte „Alters“ entstanden, unterschiedliche Persönlichkeitsanteile, die ihr halfen, das Erlebte zu verarbeiten.
Die Dokumentation zeichnet nicht nur diesen ungewöhnlichen Überlebensmechanismus nach, sondern auch einen weltweit beachteten Gerichtsprozess: 2019 sagte Jeni gemeinsam mit ihren verschiedenen Identitäten vor Gericht aus. Der Fall gilt als juristisches Novum, da erstmals Aussagen mehrerer Persönlichkeitsanteile als Beweismittel zugelassen wurden. Am Ende wurde ihr Vater zu 45 Jahren Haft verurteilt.
«We Are Jeni» kombiniert Interviews mit Jeni selbst, Ermittlern und Experten sowie eigens entwickelte Animationen, um die Perspektiven ihrer Persönlichkeitsanteile sichtbar zu machen. Dabei will die Produktion auch mit gängigen Missverständnissen rund um die Dissoziative Identitätsstörung aufräumen und sie als Überlebensstrategie einordnen – statt als Sensationsphänomen.
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel