Linear kann kein befriedigendes Zeugnis für die diesjährige Staffel von «Promis unter Palmen» ausgestellt werden.
Trotz Ostermontag (6. April) programmierte Sat.1 in dieser Woche das Finale der neuen Staffel von
«Promis unter Palmen – Für Geld mache ich alles!». Der Zeitpunkt hätte allerdings besser sein können, denn freundlich formuliert war der Trend zuletzt nicht der Friend des Formats. Schließlich gab es vor sieben Tagen statt Schlussspurt einen Tiefstwert zu verzeichnen, der sich auf nur noch 3,7 Prozent in der Zielgruppe belief - damit war man erschreckender Weise letzter unter den Vollprogrammen. Ließ sich diese Schmach mit der Entscheidungs-Sendung nun nochmal wettmachen?
Nein, nicht wirklich. Denn auch am Ostermontag verharrte man auf kritischer Flughöhe: Ein anhaltend schlechtes Niveau von erneut 0,17 Millionen Werberelevanten wurde bloß wieder festgestellt, welche einen Prozentwert in Höhe sehr ernüchternder 4,2 Prozent mit sich führten - Werte, die Sat.1 linear Probleme machen. Mit Bezug zur älteren Zuschauerschaft lief der Trash auf ebenfalls niedrigem Level - sie war nur in einer Größenordnung von 0,75 Millionen und mageren 3,3 Prozent anwesend. Was das für die (lineare) Zukunft der Sendung bedeutet, muss der Konzern für sich bewerten. Fest steht: On Demand läufts mit soliden Aufrufen um 0,70 Millionen besser, aber auch nicht überragend.
In der gegnerischen Primetime versuchte die Kölner TV-Station RTL mit Jauch zu punkten, genauer gesagt mit der Quizprogrammierung
«Wer wird Millionär? Das große Oster-Special» um 20.15 Uhr. Hier bewegten sich die Ergebnisse auf einem löblichen Level von 14,3 Prozent bei 0,49 Millionen in der Zielgruppe. Damit war RTL solider dritter hinter ARD und ProSieben. Heiter liefs am Gesamtmarkt, an dem 2,88 Millionen und schöne 15,1 Prozent zugegen waren bei RTL - deutlich überdurchschnittliche Zahlen für den Sender. Am Vorabend gelangte
«Bauer sucht Frau - Was ist auf den Höfen los?» auf insgesamt 1,78 Millionen Interessierte bei einstelligen, aber trotzdem vernünftigen 9,6 Prozent. Umworbene waren darunter 0,32 Millionen zu passablen 11,4 Prozent.
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