Zwar gab es einige Neuerungen, den alten Staub konnte man dennoch nicht abschütteln.
Trotz
zwielichtiger Aktivitäten von Jurychef Dieter Bohlen startete RTL am Samstag (4. April) die 22. Staffel
«Deutschland sucht den Superstar». Ab dann wird die UFA-Produktion immer samstags und dienstags um 20:15 Uhr platziert. Gestartet ist die Sendung nicht nur mit neuer Jury, sondern auch einem veränderten Casting-Konzept. Jede Folge zeigt einen kompletten Casting-Tag – vom ersten Moment bis zur finalen Juryentscheidung.
Einen wirklichen Boost konnten die Neuerungen allerdings nicht beschaffen: Im Gegenteil setzte es den niedrigsten Startwert in der Geschichte des Formats - 11,9 Prozent bei 0,36 Millionen aus der Zielgruppe sind letztlich zusammengekommen. Das sind zwar zunächst noch passable Werte im Verhältnis zum aktuellen Senderschnitt und die Zielgruppen-Führung in einer verhaltenen Primetime, der wohl erhoffte Aufschlag mit den ganzen Refreshs blieb allerdings aus. Im Vergleich zum Vorjahres-Start (0,57 Millionen/12,4 Prozent) ließ vor allem die Reichweite nochmal ein Stück nach - schon damals handelte es sich um den schlechtesten Auftakt ever. Zu Erinnerung: 2015 generierte
«DSDS» zum Auftakt bei den 14-49-Jährigen noch über drei Millionen. Blickt man auf den Gesamtmarkt, dann ergaben sich auch hier keine wirklich glänzenden Zahlen: Immerhin akzeptable 8,5 Prozent, die aus 1,58 Millionen resultierten, lassen sich aufweisen - Dimensionen über Senderschnitt, die dennoch klar einstellig verblieben und auch hier den niedrigsten Start in der Formathistorie markierten.
Reißen konnte im Anschluss ein Re-Run von
«Take me out – Boys Boys Boys» gar nichts mehr. Er blieb bei 0,18 Millionen Einschaltenden hängen, die nur schwächliche 7,8 Prozent bei den Umworbenen hervorbrachten. Beim Gesamtpublikum waren die Zahlen ebenfalls ziemlich weit unten: 4,7 Prozent und 0,56 Millionen sahen lediglich zu.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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