Es war ein gewöhnlicher Abend in einer Bar. Eine Gruppe Freunde, die meisten kurz vor dem Ende ihres Bachelorstudiums, auf dem Sprung in verschiedene europäische Städte. Das Thema des Abends war kein Akademisches. Es war das Praktische: Alles wurde teurer. Mieten, Lebensmittel, Energie. Der Ukrainekrieg hatte begonnen, und die wirtschaftlichen Folgewellen hatten die Studentenwohnungen erreicht. Einer am Tisch hörte zu und dachte nicht an die Politik. Er dachte an die Lösung.
Das war der Moment, in dem aus einem Abend mit Freunden die Grundlage für
PLAN-B NET ZERO wurde.
Die Herkunft der Idee
Bradley hat schon früh gelernt, Probleme nicht zu beklagen, sondern zu lösen. Als seine Freunde über Energiepreise sprachen, war seine erste Frage nicht „Wer ist schuld?", sondern „Wie kann das besser werden?"
Die ursprüngliche Antwort war ungewöhnlich in ihrer Schlichtheit: Solarmodule vermieten. Nicht verkaufen – vermieten. Selbstversorgung als Dienstleistung für Menschen, die sich den Kauf nicht leisten konnten, aber trotzdem weniger abhängig sein wollten von einer Infrastruktur, die politisch manipulierbar war. Die Idee war menschlich, bevor sie kommerziell war: Energieunabhängigkeit in die Hände von möglichst vielen Menschen zu legen, unabhängig von ihrem Einkommen.
Aus der Vermietungsidee wurde ein Energieversorgungsmodell. Aus diesem wurde eine Plattform. Jeder Schritt war eine Anpassung, kein Kurswechsel. Das Ziel bleibt dasselbe.
Vom Solarverleih zur Neo-Energy-Plattform
Den Weg von der ersten Idee zur aktuellen Form beschreibt Bradley als einen Prozess des Zuhörens und Anpassens. Was Kunden brauchten, was die Technologie ermöglichte, was der Markt verlangte – das hat die Form des Unternehmens geprägt, nicht ein vorher festgelegter Masterplan.
Es war sein fünfter oder sechster Anlauf mit einer Geschäftsidee, zusammen mit denselben Freunden, in denselben Gesprächen. Warum dieser Versuch und nicht die vorherigen? Er beschreibt es als einen Klickmoment. Eine Kombination aus Timing, Dringlichkeit und dem Gefühl, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt war. „Warum nicht einfach versuchen?" Das war die Entscheidung.
Es klingt nach Leichtigkeit. Was dahinter stand, war die Bereitschaft, einen echten Bruch mit dem konventionellen Weg zu machen. Diese Bereitschaft, den bekannten Pfad zu verlassen, ist nicht nur ein biografisches Detail. Sie ist das Designprinzip hinter dem Produkt, das er baute.
Warum der Name nicht zufällig ist
PLAN-B NET ZERO trägt eine Bedeutung, die tiefer geht als Branding.
Das Ziel lautet: ein Energiesystem, das keine Nettotreibhausgasemissionen mehr produziert. Darüber besteht kein Dissens in der Branche. Die Frage ist der Weg dorthin.
Der zweite Teil des Namens steht für eine Antwort auf eine Welt, in der Plan A – das langsame, politisch abhängige, infrastrukturell träge Standardmodell – nicht schnell genug ist. Das Unternehmen ist eine Verlängerung dieser Haltung: Es gibt bessere Alternativen, wenn jemand bereit ist, sie zu bauen.
Der Anspruch ist explizit: nicht ein Premiumprodukt für Menschen, die sich grüne Energie leisten können – sondern ein Standardprodukt, das jedem zugänglich ist. Preislich konkurrenzfähig, technologisch fortschrittlich, menschlich im Umgang. Das ist kein Marketingversprechen. Das ist die Architektur, auf der jede Produktentscheidung bei PLAN-B NET ZERO basiert.
„Unser Beitrag zur
Energiewende ist, Energie so intuitiv nutzbar zu machen wie die besten digitalen Produkte unseres Alltags. Wenn Menschen heute Musik streamen oder ihre Finanzen per App steuern können, dann sollte Energie mindestens genauso einfach funktionieren." – Bradley Mundt
Schweiz als Basis, Deutschland als Markt
Bradley lebt und arbeitet in Zug. Das war eine bewusste Wahl. Die Schweiz bietet eine der unternehmerfreundlichsten Rechtsstrukturen in Europa, klare regulatorische Verhältnisse – und eine Lebensqualität, die für jemanden, der sein Leben lang Leistungssport betrieben hat, keine Nebensache ist. Zwanzig Minuten bis zu den Skigebieten. Das zählt.
Geschäftlich operiert PLAN-B NET ZERO primär in den deutschsprachigen Märkten: Deutschland, Österreich, Schweiz. Der größte Markt, Deutschland, ist auch der schwierigste. Deutsche Energieverbraucher wechseln selten – aber wenn sie einmal überzeugt sind, bleiben sie. Die Herausforderung ist die Überzeugung. Die Chance liegt in der Loyalität danach.
Was Energieunabhängigkeit wirklich bedeutet
Die persönliche Motivation hinter PLAN-B NET ZERO hat sich nicht verändert, nur ihr Maßstab. Als die Energiepreise 2022 stiegen, traf das konkrete Menschen in konkreten Wohnungen. Studenten, die sich ihre Miete kaum noch leisten konnten. Familien, die ihre Heizgewohnheiten änderten, nicht weil sie wollten, sondern weil sie mussten. Haushalte, die das erste Mal merkten, wie wenig Kontrolle sie über einen der größten Kostenblöcke ihres Lebens hatten.
Das ist das Problem, das PLAN-B NET ZERO lösen will. Nicht abstrakt, nicht politisch, sondern praktisch: Energiekosten senken, Transparenz erhöhen, Abhängigkeit reduzieren.
Die Bundesnetzagentur bestätigte im Monitoring-Bericht 2025: Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis lag im Frühjahr 2025 bei 40,1 Cent pro Kilowattstunde. In diesem Umfeld ist jede Optimierung direkt spürbar. Das
OK Power-Siegel, das PLAN-B NET ZERO trägt, bestätigt unabhängig die Zertifizierung des Grünstroms. Günstig und grün ist keine Behauptung, die auf Vertrauen angewiesen ist. Sie ist nachprüfbar.
Der Plan B, der zu einem Plan A wurde
Bradley sagt, er müsse seinen eigenen Horizont regelmäßig neu kalibrieren. Er habe nie erwartet, diesen Erfolg zu haben – und es überrasche ihn noch heute, wo das Unternehmen nach weniger als drei Jahren steht.
Sein Ziel war von Beginn an kein Finanzielles. Es war das Bild einer Welt, in der Energieunabhängigkeit kein Privileg ist. In der niemand im Dunkeln sitzt, weil die Preise gestiegen sind. In der Strom nicht das Produkt ist, das am wenigsten für seinen Nutzer arbeitet.
Drei Jahre nach dem Abend in der Bar ist aus einem Klickmoment unter Freunden ein Scale-Up geworden, das jährlich seinen Umsatz verdreifacht und sich auf den Kapitalmarkt vorbereitet. Aus einem persönlichen Plan B wurde ein Plan B für eine ganze Branche.
„Hör auf, auf den perfekten Moment zu warten. Der Moment ist jetzt." – Bradley Mundt
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