Die ZDF-Doku zeigt, wie kreative Konzepte den angespannten Wohnungsmarkt entlasten sollen.
Am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15.30 Uhr widmet sich die ZDF-Reihe
«plan B» einem der drängendsten Probleme in Deutschland: der Wohnungsnot. Die Ausgabe „Gesucht? Gefunden! Schluss mit der Wohnungsnot“ ist bereits seit dem 29. April im Streaming verfügbar. Die Dokumentation von Brianna Lache macht deutlich, dass klassische Lösungsansätze wie Neubau allein nicht ausreichen. Stattdessen rücken alternative Modelle in den Fokus, die vorhandenen Wohnraum effizienter nutzen und neue Wege im Umgang mit bestehenden Gebäuden gehen.
Ein Beispiel ist der Wohnungstausch: Unternehmer John Weinert bringt über eine Online-Plattform Menschen zusammen, die ihre Wohnsituation tauschen möchten – etwa wenn ältere Paare zu viel Platz haben und Familien mehr Raum benötigen. Sein Ziel ist es, dieses Modell als festen Bestandteil der Wohnungssuche zu etablieren.
Auch architektonische Ansätze spielen eine zentrale Rolle. Architekt Markus Plöcker setzt auf die Umnutzung leerstehender Bürogebäude. In einem Projekt nahe Frankfurt entstehen so rund 200 neue Wohnungen. Diese sogenannte Umwidmung spart nicht nur Kosten, sondern auch Ressourcen und CO₂. Ergänzend zeigt die Doku, wie durch Aufstockungen bestehender Gebäude zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann – Schätzungen zufolge könnten so bundesweit bis zu 2,7 Millionen Wohnungen entstehen.
Weitere Beispiele führen nach Bayern und Heidelberg: Dort wird mit modularer Holzbauweise gearbeitet, bei der vorgefertigte Elemente schnelle Bauzeiten ermöglichen. Gleichzeitig greifen Städte und Unternehmen auf bewährte Modelle zurück, etwa Mitarbeiterwohnungen. In Heidelberg investiert das Universitätsklinikum gezielt in Wohnraum für seine Angestellten, um Fachkräfte zu halten.
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