Im Laufe der Woche wurde öffentlich, dass Lissy Ishag, Tim Niedernolte und Babette von Kienlin die Sendung im Juli verlassen müssen. Ersetzt werden sie von Neuzugang Marvin Fischer.
Neues Gesicht für
«hallo deutschland» im ZDF. Ab Juli 2026 moderiert Marvin Fischer im Wechsel mit Sandra Maria Gronewald das News- und Boulevardmagazin am späten Nachmittag. Was aus dem bisherigen Moderations-Pool aus Lissy Ishag, Tim Niedernolte und Babette von Kienlin wird, ging aus der Mitteilung zunächst nicht hervor. Auf Nachfrage gab das ZDF dann an: "Die aktuell vier Moderatoren resultieren aus der Zusammenlegung der Moderatorenteams von «hallo deutschland» und der Sendung «drehscheibe», die Ende 2023 eingestellt wurde". Dann fügt der Sender den entscheidenden Teil an: "Mit der Reduzierung auf zwei prägende Köpfe erhofft sich das ZDF eine noch höhere Wiedererkennbarkeit für das Format." Doch macht die Quotenperformance überhaupt einen Wechsel notwendig?
Zum Wochenstart um 17.13 Uhr ließ sich jedenfalls nichts von einer Krise erkennen. Schließlich holte der Montag mit einem Gesamtmarktanteil von vitalen 16,5 Prozent bei 1,76 Millionen klar überdurchschnittliche Quoten, die über den Normwerten des ZDF liegen. Bei den Jüngeren war man im Angesicht von 5,5 Prozent (0,07 Millionen) hingegen blass unterwegs, womit man also Luft nach oben hatte.
Am nächsten Tag, genauer gesagt am Dienstag, zeigten sich in beiden Kategorien leichte Erhöhungen. Denn es ging in Gestalt 1,86 Millionen Gesamt-Zuschauer ein bisschen bergauf auf erfreuliche 16,7 Prozent. Am jüngeren Markt ergab sich zumindest ein Satz in mäßig durchwachsene Zonen von 6,7 Prozent durch 0,09 Millionen Einschaltende.
Und es ging weiter in eine positive Richtung, denn zur Wochenmitte war der Bestwert der Woche zu beobachten. Im Zuge dessen versammelten sich 2,12 Millionen am Gesamtmarkt bei klasse 18,4 Prozent. Bezüglich der 14-49-Jährigen war Beständigkeit zu verzeichnen, die sich in erneut 0,09 Millionen und 6,6 Prozent zeigte. Trotz eines Falls unter die Zwei-Millionen-Schwelle am Donnerstag (1,95 Millionen), ließen sich weiter absolut intakte 17,4 Prozent erheben. Das jüngere Publikum reduzierte sich parallel allerdings auf ernüchternde 4,6 Prozent bei 0,06 Millionen.
Der niedrigste Wert ergab sich schließlich zum Ende der Woche. Denn der Freitag vollzog eine Verringerung auf dennoch vernünftige 15,4 Prozent durch 1,71 Millionen Leute. Unter 50-Jährige verharrten bei mageren 0,07 Millionen wie 5,0 Prozent. Alles in allem war das ZDF-Magazin vor allem in der älteren Zuschauer-Kategorie in einer durchaus vitalen Form, die sogar in den meisten Wochen noch höher liegt - oft liegt «hallo deutschland» deutlich über zwei Millionen und reißt immer wieder gar die 20 Prozent. Diese Zahlen lassen eigentlich keinen Bedarf eines Wechsels erkennen.
Etwas anders sieht es bei den 14-49-Jährigen aus, wo man zwischen dürftigen vier/fünf und sieben/acht Prozent mäandert, oft aber mit schmalen Reichweiten im Unterdurchschnittlichen liegt. Ob hier durch Neuzugang Marvin Fischer aber Verbesserungen erzielt werden können, darf bezweifelt werden, da fraglich erscheint, ob dies überhaupt die Zielgruppe ist, die das Magazin fokussiert.
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