Die ARD zeigt alle drei Staffeln des Wales-Krimis erstmals vollständig – allerdings nur im kostenpflichtigen Zusatzangebot.
ARD Plus sichert sich die Krimiserie
«Inspector Mathias – Mord in Wales» und nimmt die Staffeln 1 bis 3 ab Gründonnerstag, 2. April, ins Programm auf. Während die ersten beiden Staffeln bereits vor Jahren im Ersten liefen, wird nun auch die dritte Staffel verfügbar gemacht. Allerdings erfolgt die Auswertung nicht im linearen Programm oder der frei zugänglichen Mediathek, sondern exklusiv im kostenpflichtigen Zusatzdienst ARD Plus (4,99 Euro pro Monat)
Inhaltlich bleibt die Serie ein klassischer Vertreter des europäischen Noir-Krimis: Im Mittelpunkt steht DCI Tom Mathias, der nach Stationen in London in der walisischen Küstenstadt Aberystwyth ermittelt. Die Fälle sind düster, oft persönlich geprägt und setzen stärker auf Atmosphäre als auf Tempo. Gerade diese Machart machte «Inspector Mathias» auch international erfolgreich – die Serie wurde in über 150 Länder verkauft. Die dritte Staffel führt die Geschichte konsequent fort und vertieft die persönlichen Konflikte der Hauptfigur.
Ein Blick auf die früheren Ausstrahlungen im Ersten zeigt, dass die Reihe durchaus ein Publikum fand. Zwischen 2015 und 2016 erreichten die Episoden meist zwischen rund 2,0 und 3,3 Millionen Zuschauer, die Marktanteile lagen beim Gesamtpublikum teilweise bei bis zu 14,0 Prozent. In der jungen Zielgruppe blieben die Werte jedoch deutlich schwächer und bewegten sich häufig nur im Bereich von fünf bis sieben Prozent. Schon damals war die Serie also klar im älteren Publikum verankert.
Die Entscheidung, die komplette Serie nun ausschließlich bei ARD Plus zu platzieren, dürfte dennoch für Diskussionen sorgen. Der Zusatzdienst kostet derzeit 4,99 Euro im Monat – zusätzlich zum Rundfunkbeitrag. Damit verschiebt die ARD Inhalte, die zumindest teilweise bereits im frei empfangbaren Programm liefen, hinter eine weitere Bezahlschranke. Gerade bei einer Serie, die einst im Ersten ausgestrahlt wurde, stellt sich die Frage, ob eine erneute Auswertung nicht auch in der Mediathek möglich gewesen wäre.
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