Neues DASDING: ARD bündelt junge Radioprogramme in vier Bundesländern

hr, SWR und SR starten bereits im Juni ein gemeinsames Angebot für junge Hörer – früher als geplant.

Die ARD treibt ihre Reformpläne im Hörfunk voran und setzt auf mehr Zusammenarbeit: Die jungen Programme DASDING, YOU FM und UNSERDING werden künftig in einem gemeinsamen Angebot gebündelt. Das neue DASDING soll bereits zum 1. Juni 2026 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland starten und damit deutlich früher als ursprünglich vorgesehen.

Ziel der Kooperation ist es, Kräfte zu bündeln und ein konkurrenzfähiges Angebot für junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren zu schaffen. Die drei beteiligten Landesrundfunkanstalten bringen ihre Erfahrungen zusammen und reagieren damit auf veränderte Mediennutzung sowie auf Sparvorgaben im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Gleichzeitig soll das Programm stärker digital gedacht werden und neben Radio auch Social Media und Podcasts einbeziehen.

Produziert wird das neue DASDINGan drei Standorten: Baden-Baden, Frankfurt und Saarbrücken. Die Redaktionen arbeiten künftig standortübergreifend, gesteuert von einer zentralen Programmleitung. Inhaltlich setzt man auf aktuelle Musik, Live-Events und eine enge Ansprache der Zielgruppe. Auch personell wird das Programm neu aufgestellt: Die gemeinsame Morningshow übernehmen Lucas „Bänschi“ Bänsch, Tina Hauswald, William Lauth und Sophie Schindler. Am Vormittag moderieren Celine Jost und Sarah Hautsch, während am Nachmittag unter anderem Marvin Fischer gemeinsam mit Newcomerin Panagiota „Pepi“ Beletseli sowie das Duo Leni Eckstein und Timo Killer on air gehen. Die Abendsendung kommt aus Saarbrücken und wird von Aliena Pfeiffer und Tiffany Meiser präsentiert.

Trotz der Bündelung sollen regionale Inhalte nicht verloren gehen: Eigene Nachrichten und Geschichten aus den jeweiligen Bundesländern bleiben Bestandteil des Programms. Gleichzeitig verspricht sich die ARD durch die Kooperation Einsparungen von rund 1,8 Millionen Euro im linearen Bereich, die größtenteils in digitale Angebote reinvestiert werden sollen. Es ist zudem verwunderlich, dass „Puls“ vom Bayerischen Rundfunk nicht mitmacht. Immerhin ist der Radiosender gescheitert und spielt ohnehin nur noch Playlisten ab.
24.03.2026 11:18 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170120
Fabian Riedner

super
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