Wim Wenders erhält Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises 2026

Die Deutsche Filmakademie ehrt Wim Wenders für sein Lebenswerk und seinen prägenden Einfluss auf das internationale Kino.

Noch vor Bekanntgabe der Nominierungen hat die Deutsche Filmakademie einen ersten Preisträger für den Deutschen Filmpreis 2026 verkündet: Wim Wenders wird bei der Verleihung am 29. Mai in Berlin mit dem Ehrenpreis für seine herausragenden Verdienste um den Deutschen Film ausgezeichnet. Damit würdigt die Akademie einen Regisseur, der seit mehr als fünf Jahrzehnten das nationale wie internationale Kino prägt.

Der 1945 in Düsseldorf geborene Regisseur wurde als zentrale Figur des Neuen Deutschen Films bekannt. Werke wie «Paris, Texas» oder «Der Himmel über Berlin» zählen längst zum internationalen Filmkanon. Auch seine Dokumentarfilme wie «Buena Vista Social Club», «Pina» oder «Das Salz der Erde» fanden weltweit Beachtung. Zuletzt sorgte Wenders 2023 gleich doppelt für Aufsehen bei den Filmfestspielen von Cannes – mit dem Dokumentarfilm «Anselm» sowie dem Spielfilm «Perfect Days», der später sogar für den Oscar als bester internationaler Film nominiert wurde.

Die 76. Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 29. Mai stattfinden und von Christian Friedel moderiert. Die ARD überträgt die Gala sowohl im Livestream als auch zeitversetzt im Fernsehen. Die Nominierungen in den 17 Kategorien werden bereits am 31. März bekanntgegeben.

Florian Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie und Vorsitzender der Ehrenpreis-Jury, begründet die Wahl wie folgt: „Wim Wenders ist als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos. In dieser Zeit hat er deutsche Filme, europäische Filme und amerikanische Filme gemacht, und zuletzt sogar einen Japanischen. Er hat Spielfilme gemacht, genauso wie Dokumentarfilme, er hat die großartigsten Soundtracks aller Zeiten entstehen lassen, so gut wie jedes Festival gewonnen und mit den größten Stars vor und hinter der Kamera gearbeitet. Aber vor allem hat er Millionen von Menschen auf die wunderbarste Art und Weise bereichert, die es gibt, indem er uns immer wieder zeigt, dass es die wahren Geheimnisse des Lebens erst jenseits der Fassade der profanen Realität zu entdecken gilt. Er hat uns mit seinen Filmen einen Blick auf die Welt, auf die Menschen und auf die Kunst geschenkt, der seinesgleichen nicht hat und der ohne jeglichen Kitsch doch Hoffnung gibt, weil es ihm immer wieder gelingt, den unerklärlichen Zauber und die fragile Schönheit des Lebens für einen Moment einzufangen und so für seine Zuschauer erlebbar zu machen. Das gilt für seine Filme, für seine Fotografie, seine Bücher und irgendwie auch für ihn selbst als Mensch. Lieber Wim, wir danken Dir für Deine große Kunst und freuen uns von Herzen, Dich mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises auszuzeichnen.“
24.03.2026 10:24 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170117
Fabian Riedner

super
schade


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Paris Texas Der Himmel über Berlin Buena Vista Social Club Pina Das Salz der Erde Anselm Perfect Days

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