Filmförderung setzt auf persönliche Geschichten und politische Perspektiven

Neun Dokumentarfilmprojekte erhalten insgesamt rund eine Million Euro Förderung und widmen sich gesellschaftlich relevanten Themen.

Die Jury für Dokumentarfilme hat in ihrer aktuellen Sitzung Fördermittel in Höhe von insgesamt 1.010.291,30 Euro vergeben. Davon entfallen 800.000 Euro auf die Produktionsförderung von vier Projekten, während fünf weitere Vorhaben mit rund 210.000 Euro in der Entwicklungsphase unterstützt werden. Inhaltlich zeigt sich ein klarer Trend: Persönliche Geschichten werden zunehmend als Zugang zu großen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen genutzt.

Zu den prominent geförderten Produktionen zählt «Grenzgänger Krug», in dem Regisseurin Luzia Schmid den Schauspieler und Musiker Manfred Krug porträtiert. Der Film will nicht nur das öffentliche Wirken des Künstlers beleuchten, sondern auch seine Widersprüche im Privaten herausarbeiten. Ebenfalls gefördert wird «Kebabträume» von Cem Kaya, der Migration und Erinnerungskultur anhand zweier Biografien miteinander verknüpft und dabei historische Entwicklungen bis in die Gegenwart fortschreibt.

Weitere Projekte zeigen die thematische Bandbreite der Förderung: «Im Takt des Purzelbaums» widmet sich der Lebensgeschichte der Tänzerin Anni Sauer, während «Forbidden Fruit» von Bianca Gleissinger Fragen rund um Körperbilder und gesellschaftliche Erwartungen in den Mittelpunkt stellt. In der Projektentwicklung finden sich zudem Filme wie «Die Stimmen von Tschernobyl», das sich mit den Folgen der Reaktorkatastrophe auseinandersetzt, oder «Tallboy», das ökologische Altlasten vergangener Kriege in Nord- und Ostsee untersucht.
23.03.2026 10:58 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170067
Fabian Riedner

super
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Grenzgänger Krug Kebabträume Im Takt des Purzelbaums Forbidden Fruit Die Stimmen von Tschernobyl Tallboy

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