«Jerks.» vorerst offline: Joyn reagiert auf Debatte um Ulmen

Die Diskussion um Christian Ulmen und neue Aussagen von Collien Ulmen-Fernandes haben direkte Auswirkungen auf das Streaming-Angebot von Joyn.

Die von Christian Ulmen entwickelte und inszenierte Comedy-Serie «jerks.» steht aktuell im Zentrum einer programmstrategischen Neubewertung. Hintergrund sind Vorwürfe gegen den Schauspieler, die zuletzt durch einen vielbeachteten Bericht des "Der Spiegel" sowie Aussagen seiner Ex-Frau Collien Ulmen-Fernandes zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben. Gerade weil «jerks.» bewusst mit der Vermischung von Realität und Fiktion spielt, rückt die Serie nun in ein neues Licht.

Das Format, das zwischen 2017 und 2023 in fünf Staffeln veröffentlicht wurde, lebt von der Idee, dass die Darsteller vermeintlich sich selbst spielen und reale Begebenheiten überspitzt nacherzählen. Dieser Ansatz, der lange als kreative Stärke galt, könnte vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung nun anders interpretiert werden. Insbesondere der ironische Verweis auf „wahre Begebenheiten“ bekommt in der öffentlichen Wahrnehmung eine neue Dimension, da Zuschauer reale und fiktionale Elemente schwerer voneinander trennen könnten.

Konsequenzen zieht nun die Plattform: Ein Sprecher von ProSieben bestätigte gegenüber dieser Redaktion eine unmittelbare Maßnahme. „Aufgrund der aktuellen Situation hat Joyn am Donnerstag die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnete Serie «Jerks», in der Collien Fernandes und Christian Ulmen ein geschiedenes Ehepaar spielen, offline genommen. Unabhängig davon gilt eine wichtige Säule des Rechtsstaatsprinzips: die Unschuldsvermutung“, erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer.
20.03.2026 10:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170027
Fabian Riedner

super
schade


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jerks. Jerks

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