Ein investigatives Projekt zeigt das milliardenschwere Geschäft hinter dem illegalen Handel mit Glasaalen.
Die Fernsehsender ZDF und ARTE widmen sich Ende März einem bislang wenig beachteten Umweltverbrechen: dem weltweiten Schmuggel von Aalen. Im Zentrum steht der sechsteilige True-Crime-Podcast «Billion Dollar Babies – Der Aal und die Gier>>, der ab dem 24. März verfügbar ist. Parallel dazu zeigt ARTE die dazugehörige Dokumentation
«Milliarden Dollar Babies – Große Gewinne mit kleinen Aalen».
Die Podcast-Reihe begleitet die Recherchen der Journalisten Sebastian Weis und Marcel Ozan Riedel, die über Jahre hinweg einem internationalen Netzwerk von Schmugglern auf die Spur gekommen sind. Ausgangspunkt ist ein abgestürztes Flugzeug in der Karibik, das mit Baby-Aalen beladen war. Von dort aus entfaltet sich eine globale Geschichte, die von Europa bis nach Asien reicht und die Dimension eines milliardenschweren Schwarzmarkts offenlegt.
Besonderes Stilmittel des Podcasts ist eine erzählende „Aal-Dame“, gesprochen von Katja Riemann, die die Geschichte kommentiert und zugleich kulturhistorische Perspektiven einbringt. Der Ansatz verbindet klassische True-Crime-Elemente mit Umweltjournalismus und macht deutlich, wie dramatisch die Lage des Europäischen Aals inzwischen ist. Auch der begleitende Dokumentarfilm zeichnet ein eindringliches Bild dieses illegalen Handels. Er zeigt, wie Glasaale wie Drogen über Kontinente geschmuggelt werden und welche Rolle organisierte Kriminalität dabei spielt. Gleichzeitig wird die ökologische Dimension deutlich: Der ohnehin bedrohte Bestand des Aals gerät durch die hohe Nachfrage weiter unter Druck. Die Dokumentation ist am Dienstag, 24. März, um 21.55 Uhr bei arte zu sehen. In der ZDFmediathek erscheint der Film erst einen Tag später ab 22.00 Uhr. In der arte-Mediathek ist er bereits ab Dienstagmorgen abrufbar.
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel