"Wirklich wahr, um 22:35 Uhr" schrieb das Social-Team der «heute-show» auf Instagram. Satire mit fünf Minuten Verspätung? Geht das gut?
Beim ZDF stehen die Zeichen auf Wechsel! In der Vorwoche gibt es mit «Mordufer» den Start einer neuen Krimi-Reihe und eine Woche später fängt plötzlich die
«heute-show» fünf Minuten später, erst um 22:35 Uhr statt um 22:30 Uhr, an. Verträgt der ambitionierte ZDF-Zuschauer derartige Wechsel? Zunächst im Hinblick auf die Primetime kann hier mit einem schallenden "Ja" geantwortet werden. Der Auftakt der neuen Reihe am 06. März lief mit 5,20 Millionen Zuschauern bereits gut, gestern holte der zweite Fall schöne 5,18 Millionen Zuschauer ab, mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent am gestrigen Primetime-Freitag braucht sich das Zweite keinen Zentimeter zu verstecken. Im 20:15 Uhr-Programm spielt der öffentlich-rechtliche Sender jedoch zunächst eine kleinere Rolle bei den 14- bis 49-Jährigen.
Der Kriminalfall von gestern Abend kam mit 0,30 Millionen im entsprechenden Alter auf eine Quote von 7,6 Prozent, das ist nicht schlecht, jedoch legt der Mainz-Sender das Augenmerk auf die jüngeren Zuschauer bekanntermaßen erst zu späterer Stunde am Freitag. Der späte Switch zum Satire-Programm läutet im ZDF stets die größerern Reichweiten ein, meist kann ab 22:30 Uhr mit der «heute-show» sogar mit den privaten Playern konkurriert werden. Das soll sicherlich auch weiterhin der Fall sein, jedoch nicht mehr ab 22:30 Uhr.
Am gestrigen Freitag brachte der Sender Oliver Welke mit seiner
«heute-show» erst um 22:35 Uhr - fünf ganze Minuten später - auf den Äther. Eine Wirkung zeigt sich damit jedoch eher nicht - mit 0,93 Millionen jüngeren Zuschauern schraubt das Zweite die späte Quote in diesem Bereich auf starke 25,5 Prozent hoch. Da lief es in der Vorwoche, zur noch gewohnten 22:30 Uhr-Zeit, mit 0,69 Millionen und 18,5 Prozent sogar eher schwächer lief, hat sich das Ganze wohl gelohnt. Insgseamt kam Welke gestern auf eine Reichweite von 3,68 Millionen, die Gesamtquote lag damit bei 21,0 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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